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Hausmittel gegen Schädlinge: Was wirklich hilft und was nicht

Frischer Lavendel und Rosmarinzweige liegen auf einem Holzbrett, ein Teil davon in einem offenen Glas

Essig gegen Ameisen, Lavendel gegen Motten, Ultraschall gegen Mäuse: Zu kaum einem Thema kursieren so viele gut gemeinte Tipps wie zu Hausmitteln gegen Schädlinge. Einige funktionieren tatsächlich, viele kosten nur Zeit, und manche verschlimmern das Problem sogar. Dieser Faktencheck geht die verbreiteten Mittel Gruppe für Gruppe durch — von Vorratsschrank und Schlafzimmer über Garten und Grundstück bis zu geschützten Arten am Haus, die gar nicht bekämpft werden dürfen. Zu jedem Mittel steht dabei, was es leistet und wo die Grenze zwischen Selbsthilfe und Fachbetrieb verläuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Hausmittel vergrämen nur kurzfristig. Sie töten weder Eier noch Larven und beseitigen nie die Ursache.
  • Bewährt haben sich unter anderem die Essig-Spülmittel-Falle gegen Fruchtfliegen, 60 Grad Hitze und Frost gegen Mottenlarven, Schlagfallen gegen Mäuse, Bti gegen Mückenlarven und der Schneckenzaun im Beet.
  • Ohne Wirknachweis bleiben quer durch alle Gruppen die Ultraschallgeräte — gegen Nager, Insekten, Zecken, Marder und Wildtiere gleichermaßen; dasselbe gilt für Backpulver gegen Ameisen und Kupfermünzen gegen Wespen.
  • Dauerhaft trägt fast immer die Ursache: trockene Luft, weggeschlossenes Futter, verschlossene Öffnungen und Zugänge, im Garten Netz, Zaun und Manschette.
  • Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten kostet jedes Experiment wertvolle Zeit, und Sprays aus dem Baumarkt verschleppen den Befall. Hier zählt der schnelle Weg zum Fachbetrieb.
  • Fledermäuse, Maulwurf, Hornissen und brütende Vögel sind gesetzlich geschützt: Sie dürfen weder bekämpft noch ihre Quartiere zerstört werden. Zulässig sind allenfalls Dulden, bauliches Aussperren zur richtigen Zeit und eine Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde.

Warum Hausmittel oft weniger können, als sie versprechen

Fast alle Hausmittel arbeiten mit Gerüchen, sie vergrämen also. Das Tier weicht aus, solange der Reiz frisch ist; nach wenigen Tagen verfliegt das ätherische Öl oder es tritt Gewöhnung ein. Kein Duft tötet Eier oder Larven, kein Geruch beseitigt die eigentliche Ursache wie Futterreste, Feuchtigkeit oder offene Zugänge. Erfolgreiche Selbsthilfe kombiniert deshalb drei Dinge: die Ursache abstellen, die vorhandenen Tiere gezielt abfangen und den Wiederbefall baulich verhindern. Hausmittel können dabei helfen, tragen aber selten die Hauptlast.

Hausmittel nach Schädling

117 Mittel und Selbsthilfemaßnahmen zu 16 Schädlingsgruppen. Klappen Sie den passenden Bereich auf: Innerhalb jeder Gruppe steht der chemiefreie Weg vorn, darunter folgen Mittel aus dem Handel und zuletzt die häufig genannten Empfehlungen, für die ein Wirknachweis fehlt.

Ratten

7 Mittel

Ratten sind der Grenzfall unter den Selbsthilfe-Themen. In vielen Städten und Landkreisen besteht eine kommunale Meldepflicht: Wer einen Befall bemerkt, meldet ihn dem Ordnungs- oder Gesundheitsamt, und das gilt für Mieter wie für Eigentümer. Ein Blick in die örtliche Schädlingsbekämpfungssatzung klärt, was bei Ihnen vorgeschrieben ist.

Was Sie selbst tun können, setzt an der Ursache an: Ohne Futter aus Kompost, Fallobst und Tierfutter und ohne offene Zugänge ab zwei Zentimetern verliert das Grundstück seinen Reiz. Fallen nehmen einzelne Tiere ab, Gift gehört wegen der Gefahr für Katzen, Igel und Greifvögel niemals ins Freie. Hält der Befall länger als zwei bis drei Wochen an, gehört er in Fachhand. Für draußen hilft der Ratgeber Ratten im Garten vertreiben.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Zugänge ab 2 cm mit Lochblech oder Gewebe schließenSchließen Sie Öffnungen ab zwei Zentimetern mit Lochblech oder Mörtel statt Bauschaum; einen laufenden Befall beenden Fallen und Nahrungsentzug.Prüfen Sie vor dem Verschließen von Traufspalten und Lüftungen auf Fledermäuse und Nester (§ 39, § 44 BNatSchG).
Futter und Deckung entziehen (Kompost, Fallobst, Tierfutter)Ohne Futterentzug wirken Fallen und Köder nicht dauerhaft, einen Befall lösen Sie damit aber nicht: dazu Öffnungen schließen und Fallen setzen.Handschuhe tragen, Kot anfeuchten statt fegen; Ratten sind Gesundheitsschädlinge im Sinne von § 2 Nr. 12 IfSG.
Rattenschlagfalle in der Köderbox, vorher angefüttertDie Falle nimmt einzelne Tiere ab; dauerhaft wirkt sie nur mit Futterentzug und verschlossenen Öffnungen. Hält der Befall länger als zwei bis drei Wochen an, gehört er in Fachhand.Nur in Köderboxen einsetzen (Igel und Vögel, § 44 BNatSchG), täglich kontrollieren; je nach kommunaler Satzung ist ein Rattenbefall anzuzeigen.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Rattengift-Köder in manipulationssicherer StationSie dürfen ihn nur im Gebäude auslegen, er wirkt erst nach ein bis zwei Wochen, und vergiftete Ratten gefährden draußen Katzen, Igel und Greifvögel.Niemals offen auslegen und nur bei festgestelltem Befall, vorbeugendes Ködern ist unzulässig. Stationen regelmäßig kontrollieren, tote Tiere mit Handschuhen einsammeln und im Hausmüll entsorgen, Restköder nach Ende der Bekämpfung wieder entfernen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Gips-, Mehl- oder Backpulver-KöderGips und Backpulver töten Ratten nicht; wirksam sind Futterentzug, Öffnungen ab 20 mm verschließen und bei anhaltendem Befall der Fachbetrieb.Selbstmischungen, die Tiere über Stunden verenden lassen, sind nach § 4 Abs. 1 Tierschutzgesetz unzulässig.
Lebendfalle für Ratten (Kastenfalle)Ratten meiden neue Fallen tagelang, und ein freigelassenes Tier kehrt über mehrere hundert Meter zurück; wirksam sind Schlagfalle und Futterentzug.Ratten sind Gesundheitsschädlinge im Sinne von § 2 Nr. 12 IfSG, nicht aussetzen; das Töten verlangt Sachkunde (§ 4 Abs. 1 TierSchG).
Ultraschallstecker und DuftsteineRatten gewöhnen sich binnen Tagen an Ton und Duft; es tragen nur Futterentzug, Öffnungen ab 2 cm verschließen und Schlagfallen.Gesundheitsschädlinge im Sinne von § 2 Nr. 12 IfSG; vielerorts per kommunaler Satzung anzeigepflichtig. Rodentizide für Laien nur in Gebäuden, in Köderstationen.

Mäuse und Wühlmäuse

8 Mittel

Bei Mäusen stecken zwei Probleme unter einem Namen. Die Hausmaus kommt durch Spalten von sechs Millimetern ins Gebäude und geht an Vorräte; Schermaus und Feldmaus bleiben draußen und schädigen Wurzeln und Beete. Entsprechend unterschiedlich fällt die Antwort aus: drinnen alle Öffnungen schließen und Schlagfallen quer zum Laufweg an die Wand stellen, draußen die Falle in den Gang oder vor das Loch setzen und Jungbäume in einen Wurzelschutzkorb.

Sparen können Sie sich Ultraschallstecker — Möbel und Wände schlucken den Schall, und Nagetiere gewöhnen sich ohnehin binnen Tagen daran. Pfefferminz- oder Nelkenöl hält Mäuse allenfalls ein paar Tage ab und ersetzt Fallen und dichte Öffnungen nicht. Wichtig beim Aufräumen ist die Hygiene — Mäusekot nie trocken fegen oder saugen, sondern bei geöffnetem Fenster feucht aufnehmen.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Dachboden und Traufe aussperren (Gelbhalsmaus)Die Gelbhalsmaus klettert an Putz, Efeu und Fallrohren bis unters Dach; verschließen Sie Spalten ab 6 mm an Dachüberstand, Traufe und Durchführungen und lagern Sie Vorräte in dicht schließenden Dosen.Die Gelbhalsmaus ist besonders geschützt — sie fehlt in der Ausnahmeliste der Bundesartenschutzverordnung. Fangen, Verletzen und Töten sind nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG verboten; Schlagfallen, Klebefallen und Giftköder scheiden aus, auch der Lebendfang mit Umsetzen ist genehmigungspflichtig.
Falle im Gang (Schermaus) oder vor dem Loch (Feldmaus)Richtig gesetzt fängt die Falle zuverlässig: in den Schermausgang, bei der Feldmaus vor das Loch; täglich kontrollieren, Wurzeln mit Korb schützen.Art bestimmen: Eine Falle im Gang des geschützten Maulwurfs ist Nachstellen (§ 44 BNatSchG, § 4 TierSchG).
Schlagfalle an der Wand, mit Erdnussbutter beködertSchlagfallen wirken sofort und ohne Gift, wenn Sie viele davon quer zum Laufweg an der Wand aufstellen und alle Öffnungen ab 6 mm verschließen.Geschützte Arten (§ 44 BNatSchG) ausschließen, sonst gilt § 39; Rötelmauskot nie trocken fegen (Hantavirus).
Wurzelschutzkorb und DrahtmanschetteSetzen Sie Jungbäume in Pflanzkörbe aus verzinktem Draht (Schermaus 13 bis 16 mm) und legen Sie eine engmaschige, 30 cm hohe Manschette um den Stamm.Nach starkem Schneefall kontrollieren: Über der Schneedecke erreichen die Tiere die Rinde oberhalb der Manschette.
Pfefferminz- oder Nelkenöl, DuftsteckerÄtherische Öle vertreiben Mäuse nur wenige Tage, dann tritt Gewöhnung ein; wirksam sind Schlagfallen, Öffnungen ab 6 mm schließen und dichte Dosen.Bestimmen Sie die Art vor dem Fallenstellen: Spitzmäuse, Haselmäuse und Schläfer sind nach § 44 BNatSchG geschützt.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Mäusegift-Köder (Rodentizid)Legen Sie Köder nur in Gebäuden und in verschlossenen Stationen aus; sie töten verzögert, und Katzen wie Greifvögel vergiften sich an toten Mäusen.Nur bei tatsächlich festgestelltem Befall auslegen, vorbeugendes Ködern ist unzulässig. Stationen regelmäßig kontrollieren, tote Tiere mit Handschuhen einsammeln und im Hausmüll entsorgen, Restköder nach Ende der Bekämpfung wieder entfernen — nur so bleiben Katze, Igel und Greifvogel außen vor. Von Kindern fernhalten. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Mäusekot trocken auffegen oder aufsaugenTrockenes Fegen wirbelt Erreger auf; lüften Sie, verlassen Sie dabei den Raum, nehmen Sie Kot feucht auf und entsorgen ihn verschlossen.Einweghandschuhe und FFP2-Maske tragen: Hantaviren bleiben in getrocknetem Mäusekot infektiös. Bei Fieber zum Arzt.
Ultraschallstecker und VibrationsstäbeNagetiere gewöhnen sich binnen Tagen an Ton und Vibration; verlassen Sie sich auf Schlagfallen, Öffnungen ab 6 mm schließen und Nahrungsentzug.Bestimmen Sie die Art: Maulwurf, Spitz- und Haselmaus sind nach § 44 BNatSchG geschützt, Leimfallen tierschutzwidrig.

Marder und Waschbär

8 Mittel

Marder und Waschbär lassen sich nicht dauerhaft vertreiben, sondern nur aussperren — und zwar in dieser Reihenfolge: erst alle Öffnungen bis auf eine schließen, das Tier über eine Einwegklappe hinauslassen und erst dann, wenn das Quartier nachweislich leer ist, den letzten Einschlupf mit Blech oder Lochgitter dicht machen. Wer zu früh zumauert, sperrt Jungtiere ein.

Duftvergrämer kaufen Ihnen bestenfalls ein paar Wochen, für Ultraschall fehlt auch das; nutzen Sie diese Zeit für den lückenlosen Verschluss, der als Einziges dauerhaft trägt. Fangen ist Jagdausübung und nicht Ihre Sache. Am Auto senken Motorwäsche, Kabelummantelung und Hochspannungskontakte im Motorraum das Bissrisiko, denn der Auslöser ist meist eine fremde Duftmarke; sicher steht der Wagen erst in einer geschlossenen Garage.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Einschlupfstellen mit Blech oder Lochgitter verschließenDer lückenlose Verschluss mit Blech oder Gitter trägt dauerhaft, aber erst, wenn das Quartier leer ist — vergrämen Sie zuvor mit Einwegklappe.Nicht während der Jungenaufzucht verschließen (Marder März–Juli, Waschbär April–August); § 39 BNatSchG.
Duftvergrämer am EinschlupfMarktübliche Duftpasten und -sprays verschaffen Ihnen wenige Tage bis Wochen Ruhe; nutzen Sie die Zeit, um den Einschlupf zu verschließen.Kein Verschluss während der Jungenaufzucht (März bis August): eingesperrte Jungtiere verenden; Fangen ist Jagdrecht.
Einwegklappe am letzten offenen EinschlupfSchließen Sie zuerst alle übrigen Öffnungen, lassen Sie das Tier hinaus und dichten Sie erst mit Blech ab, wenn das Quartier nachweislich leer ist.Nicht in der Jungenaufzucht (Marder März–Juli, Waschbär April–August); Fang und Tötung nur mit Jagdrecht.
Elektroschockgerät mit Hochspannungskontakten im MotorraumDie Kontakte senken das Bissrisiko, tragen aber nur mit Motorwäsche, Kabelummantelung und Schutzgitter; sicher steht Ihr Auto nur in der Garage.Hochspannung: Einbau nach Anleitung oder in der Werkstatt; Fangen und Töten nur mit Jagdrecht (§ 2 BJagdG).
Futterquellen entziehen, keine FütterungGesicherte Tonnen und kein Futter draußen halten Marder und Waschbär fern; ein bezogenes Quartier räumen sie erst nach Vergrämen und Verschluss.Nicht in der Jungenaufzucht verschließen (§ 39 BNatSchG); Waschbärlatrinen nur feucht und mit FFP3-Maske reinigen.
Motorwäsche und Kabelummantelung nach MarderbissDie Wäsche entfernt nur die Duftmarke, die Ummantelung nur die abgedeckten Kabel; sicher ist Ihr Auto erst in einer geschlossenen Garage.Marder unterliegen dem Jagdrecht (§ 2 BJagdG): Vergrämen und Aussperren sind erlaubt, Fangen und Töten nur Jägern.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Lebendfalle selbst aufstellen und das Tier aussetzenDer Fang steht dem Jagdausübungsberechtigten zu, und umgesetzte Tiere kehren zurück; es trägt nur Aussperren mit Einwegklappe und festem Verschluss.Nie zwischen März und August verschließen, ohne auf Jungtiere zu prüfen — sie verenden; Fang nur mit Jagderlaubnis.
Ultraschallgeräte, WC-Steine und HundehaareFür keines der drei gibt es einen Wirknachweis, an Ton und Geruch gewöhnen sich Marder binnen Tagen; es trägt nur der lückenlose Verschluss am leeren Quartier.Kein Verschluss während der Jungenaufzucht (März bis August): eingesperrte Jungtiere verenden; Fangen ist Jagdrecht.

Wildtiere am Grundstück

9 Mittel

Fuchs, Marderhund und Wildkaninchen sind kein Bekämpfungsthema, sondern eine Frage von Zaun und Bauwerk. Wer Gehege, Beet und Teichdamm untergrabsicher macht, hat auf der gesicherten Strecke Ruhe; ein bereits bezogener Bau löst sich damit nicht auf, und frei gewordener Platz wird rasch nachbesetzt. Fangen ist Jagdausübung und steht Ihnen nicht zu: Auf Wohngrundstücken ruht die Jagd, erste Anlaufstelle ist die untere Jagdbehörde Ihrer Kreisverwaltung, die im Einzelfall — etwa bei kranken oder auffälligen Tieren — entscheidet und den Fang veranlasst. Außerhalb solcher befriedeten Bezirke ist der Jagdausübungsberechtigte zuständig.

Die Sorge vor dem Fuchsbandwurm ist verbreitet, die Erkrankung nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber sehr selten — und gegen die Eier hilft weder Waschen noch Einfrieren, sondern nur Erhitzen.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Drahtmanschette am Stamm und Drahthaube über dem BeetEine 60 cm hohe Manschette aus engmaschigem Draht schützt die Rinde, ein aufgelegtes Geflecht die Jungpflanzen; beides muss unten lückenlos am Boden abschließen.Bei Schnee nachbessern: Über der Schneedecke reichen die Tiere an die Rinde oberhalb der Manschette.
Gehege und Geflügelstall untergrabsicher machenEin 1,80 m hoher Zaun mit nach außen gekantetem Überstand, 40 cm tief eingegrabenem Draht und einer stromführenden Litze am Boden hält Fuchs und Marderhund fern.Nur geprüfte Weidezaungeräte verwenden, nie Netzspannung; die bodennahe Litze erreichen auch Kinder und Haustiere. Aussperren ist erlaubt, im befriedeten Bezirk ruht die Jagd (§ 6 BJagdG) — Fang und Tötung nur mit Gestattung.
Kaninchenzaun aus Sechseckgeflecht, 30 cm tief eingegrabenSechseckgeflecht mit 25 mm Maschen, 100 cm über Grund und 30 cm tief eingegraben oder außen L-förmig ausgelegt, hält Wildkaninchen dauerhaft aus Beet und Garten.Wildkaninchen unterliegen dem Jagdrecht (§ 2 BJagdG): Aussperren dürfen Sie; im Hausgarten ruht die Jagd (§ 6 BJagdG), Fang und Tötung nur mit Gestattung der Jagdbehörde.
Uferböschung und Teichdamm gegen Grabgänge sichernEin eingelegtes verzinktes Geflecht und eine Steinschüttung bis unter die Wasserlinie verhindern Grabgänge auf der gesicherten Strecke; Schäden am Deich melden Sie dem Wasser- oder Deichverband.Röhren nie ohne Artabklärung verschließen — Biber und Fischotter sind streng geschützt (§ 44 BNatSchG). Eingriffe am Gewässer vorher mit der Wasserbehörde abstimmen (§ 36 WHG), im Röhricht nur von Oktober bis Februar arbeiten.
Fallobst, Tierfutter und Reisighaufen vom Grundstück nehmenAufgesammeltes Fallobst, geschlossene Komposter und kein Futter im Freien machen das Grundstück unattraktiv; Reisighaufen räumen Sie erst im Herbst, einen bezogenen Bau löst das nicht auf.Hohlräume unter Gartenhaus und Terrasse nie ohne Besatzkontrolle und nicht von März bis August schließen; Fledermausquartiere sind ganzjährig tabu (§ 44 BNatSchG), Igel im Reisighaufen geschützt (§ 39 BNatSchG).

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Verbissschutzanstrich mit Zulassung für den HausgartenDer Anstrich schützt nach Herstellerangaben nur die behandelten Stellen und wittert ab; neuer Zuwachs bleibt ungeschützt, dauerhaft trägt erst die Drahtmanschette.Im Hausgarten nur Mittel verwenden, die für nichtberufliche Anwender zugelassen sind (§ 12 PflSchG), keine Altöl- oder Teeranstriche. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Bodennahe Beeren gegen den Fuchsbandwurm waschenWaschen entfernt die Eier nicht zuverlässig und Einfrieren tötet sie nicht, erst Erhitzen über 60 Grad; die Erkrankung ist nach Zahlen des RKI sehr selten.Nach Garten- und Waldarbeit die Hände waschen; Hunde, die Mäuse fangen, nach tierärztlicher Absprache regelmäßig entwurmen lassen.
Ultraschallgeräte und Duftvergrämer gegen Wildtiere im GartenFür Ultraschall und Duftvergrämer fehlt der Wirknachweis, in britischen Fuchsversuchen ließ die Wirkung binnen Tagen nach; es tragen Zaun, Untergrabschutz und Futterentzug.
Wildtiere selbst fangen und umsetzenBei Fuchs, Marderhund und Wildkaninchen ist der Fang Jagdausübung und steht Ihnen nicht zu; der frei gewordene Platz wird rasch nachbesetzt, es tragen Zaun, Untergrabschutz und Futterentzug.Wildkaninchen dürfen nicht ausgesetzt werden (§ 28 BJagdG), Marderhund und Bisamratte weder gehalten noch weitergegeben (VO (EU) 1143/2014); beim Bisam fangen die Fänger der Wasser- und Deichverbände.

Wespen, Bienen und Hornissen

7 Mittel

Von den heimischen Arten gehen überhaupt nur zwei an den Kaffeetisch; die übrigen leben unauffällig und jagen Insekten, und die Bestäubung nebenan leisten ohnehin vor allem die Wildbienen. Der Andrang im Spätsommer entsteht dort, wo offene Süßspeisen, Fallobst und Getränkedosen stehen — genau daran setzt Selbsthilfe an. Ruhiges Verhalten gehört dazu: Anpusten reizt die Tiere, weil das Kohlendioxid der Atemluft als Angriffssignal wirkt.

Ein Nest ist dagegen nie ein Fall für Spray oder Gartenschlauch. Hornissen und Wildbienen stehen unter besonderem Schutz; Entfernung oder Umsiedlung sind nach § 44 BNatSchG genehmigungspflichtig und Sache der unteren Naturschutzbehörde beziehungsweise eines dafür ausgebildeten Betriebs. Die meisten Völker sterben im Herbst ohnehin ab, und das Nest wird kein zweites Mal bezogen.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Fliegengitter für Fenster und TürenDicht montierte Fliegengitter an Fenstern und Türen halten Wespen, Hornissen und Bienen aus dem Raum; ein Nest im Bauteil erreichen sie nicht.Nistöffnungen erst nach Kontrolle auf Besatz schließen; eingesperrte Völker weichen durch Ritzen in die Wohnung aus.
Speisen abdecken, mit Deckel oder Strohhalm trinkenAbgedeckte Gefäße schützen zuverlässig vor dem Stich im Mund; den Andrang nehmen erst aufgesammeltes Fallobst und Ablenkfütterung.Ein Stich im Mund- oder Rachenraum kann die Atemwege zuschwellen lassen: sofort Notruf 112.
Ablenkfütterung mit überreifen WeintraubenLegen Sie überreife Trauben im Spätsommer acht bis zehn Meter abseits aus — das entlastet den Tisch, dauerhaft zieht es aber zusätzliche Tiere an.Nicht anwenden, wenn Insektengiftallergiker im Haushalt leben oder Kinder im Garten spielen.
Elektronischer Stichheiler (Hitzestift)Die kurze Hitzeeinwirkung kann den Juckreiz lindern, hält aber kein Tier fern; kratzen Sie bei Bienenstichen zuerst den Stachel seitlich heraus.Bei Stich in Mund oder Rachen, Atemnot, Quaddeln oder Schwindel sofort den Notruf 112 wählen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Nest selbst behandeln: Spray, Rauch, Wasser oder ZuklebenSpray, Rauch und ein zugeklebtes Flugloch erreichen die Brut nicht und machen das Volk aggressiv; halten Sie Abstand, das Volk stirbt im Herbst ab.Wespen sind nach § 39 BNatSchG geschützt, Hornissen und Wildbienen nach § 44; Entfernen nur mit Genehmigung.
Ultraschall, Kupfermünzen, Kaffeerauch, Nest-AttrappenFür keines dieser Mittel gibt es einen Beleg; es tragen abgedeckte Speisen, ruhiges Verhalten und von März bis Mai verschlossene Nistplätze.Wespen sind nach § 39 BNatSchG geschützt, die Europäische Hornisse nach § 44; besetzte Nester nur mit Genehmigung.
Wespenfalle mit Zuckerwasser, Saft oder BierDer Süßköder lockt zusätzliche Wespen an und ertränkt Bienen und Schwebfliegen; wirksam sind abgedeckte Speisen und ruhiges Verhalten; eine Ablenkfütterung abseits entlastet den Tisch nur zeitweise.Beifang: Wildbienen, Hummeln und die Europäische Hornisse sind nach § 44 BNatSchG besonders geschützt.

Silberfischchen und Kellerasseln

7 Mittel

Silberfischchen und Kellerasseln sind keine Hygieneschädlinge, sondern Feuchtezeiger. Beide brauchen dauerhaft feuchte Verstecke: Fugen im Bad, den Spalt unter der Sockelleiste, den kühlen Kellerraum, in den Asseln zusätzlich von außen einwandern. Wer die Luftfeuchte mit einem Hygrometer im Blick behält und dauerhaft unter 50 Prozent drückt und die Feuchtequelle abstellt, entzieht dem Befall die Grundlage. Fallen nehmen bei Silberfischchen dagegen immer nur die Tiere ab, die gerade unterwegs sind; beim Papierfischchen, dem die trockene Luft nichts ausmacht, gehören sie dagegen zur Bekämpfung dazu.

Bleibt es trocken und laufen trotzdem Tiere, lohnen zwei Rückfragen. Steckt ein unentdeckter Feuchteschaden oder Schimmel dahinter, ist die Ursachensuche wichtiger als jedes Mittel. Oder handelt es sich um das Papierfischchen, das auch trockene Räume besiedelt und deshalb ganz anders angegangen werden muss.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Luftfeuchte senken (Hygrometer) und Zugänge dichtenUnter 50 Prozent Luftfeuchte verschwinden Silberfischchen dauerhaft; bei Kellerasseln müssen Sie zusätzlich Feuchtequelle und Zugänge außen dichten.
Kartonagen entsorgen, Papier verpacken, Ritzen schließenPapierfischchen vertragen trockene Luft; Kartonagen und dichte Boxen begrenzen den Nachschub, zusammen mit Klebefallen und Kieselgur in den Ritzen wird daraus eine Bekämpfung, die Monate braucht.Nur als Biozidprodukt zugelassene Kieselgur verwenden — die Zulassungsnummer steht auf der Packung; Futtermittel- und Filterkieselgur ist dafür nicht zugelassen. Feinstaub nicht einatmen, nur in Ritzen und Hohlräume einbringen.
Klebefallen und KartoffelfalleKlebefallen zeigen nur den Schwerpunkt, die Kartoffel fängt einzelne Tiere; bei Silberfischchen und Kellerasseln trägt Luftfeuchte unter 50 Prozent, beim Papierfischchen dagegen Papier- und Kartonentzug.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Kieselgur in Ritzen, Hohlräume und Rollladenkästen stäubenIn trockenen Räumen wirkt das Pulver mechanisch über Monate; legen Sie parallel Klebefallen aus und rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten. In den feuchten Verstecken der Kellerassel bringt es nichts, dort zählen Feuchtequelle und Zugänge von außen.Nur als Biozidprodukt zugelassene Kieselgur verwenden — die Zulassungsnummer steht auf der Packung; Futtermittel- und Filterkieselgur ist dafür nicht zugelassen. Feinstaub nicht einatmen, FFP2-Maske tragen, nur in Ritzen und Hohlräume einbringen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Fertige Köderdosen an den LaufwegenStellen Sie die Dosen an Wandkanten und Sockelleisten und lassen Sie sie Wochen stehen; das Trockenlegen unter 50 Prozent ersetzen sie nicht.Kindersicher aufstellen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Backpulver-Zucker-Schale als FalleAuch mit Zucker gemischt tötet Backpulver keine Fischchen und lockt sie kaum aus den Fugen; was in der Schale liegt, sind Zufallsgäste. Dauerhaft wirkt trockene Luft — Papierfischchen leben allerdings auch trocken.
UltraschallsteckerEin Wirkungsnachweis fehlt; halten Sie die Luftfeuchte unter 50 Prozent und dichten Fugen ab — Papierfischchen gehen nur über Papierentzug zurück.

Stechmücken

5 Mittel

Stechmücken legen selten weite Strecken zurück: Die Tiere, die abends auf der Terrasse warten, sind meist im eigenen Garten oder in der Regentonne nebenan geschlüpft. Ein wöchentlicher Rundgang zu allen Wasserstellen — Untersetzer, Gießkanne, Gully, Plane, Vogeltränke — bringt deshalb mehr als jedes Abwehrgerät; was sich auf dem eigenen Grundstück nicht leeren lässt, behandeln Sie mit Bti — Straßenabläufe im öffentlichen Raum sind Sache der Kommune.

Gitter, Moskitonetz und Repellent schützen verlässlich Person und Schlafzimmer, ändern aber nichts am Bestand draußen. Ein Fall für einen Betrieb sind Stechmücken selten. Wer allerdings eine Tigermücke zu sehen glaubt, meldet den Fund besser dem Gesundheitsamt, statt selbst zu handeln.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Fliegengitter am Fenster und Moskitonetz über dem BettGitter und Moskitonetz halten Stechmücken zuverlässig aus dem Raum, draußen nicht; beseitigen Sie zusätzlich stehendes Wasser und setzen Bti ein.Bti ist ein Biozidprodukt: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Stehendes Wasser wöchentlich leeren und ausbürstenDer Rundgang senkt den Stichdruck stärker als jedes Spray; bürsten Sie aus, weil Aedes-Eier über der Wasserlinie kleben, und nutzen Sie sonst Bti.Bti: Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Bti-Tabletten in Regentonne, Zisterne und Wasserbehältern auf dem GrundstückBti ist ein Bakterienpräparat, das gezielt Mückenlarven abtötet; für Warmblüter und Bienen gilt das Risiko als gering, im Wasser können aber auch andere Zweiflüglerlarven betroffen sein. Nach Wasservolumen dosieren und alle zwei bis vier Wochen nachlegen.Ob ein Produkt auch in Gullys und Regenwasserschächten eingesetzt werden darf, steht in seiner Gebrauchsanweisung; Straßenabläufe im öffentlichen Raum behandelt die Kommune. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Repellent mit DEET oder Icaridin auf der HautLückenlos aufgetragen schützen DEET und Icaridin einige Stunden vor Stechmücken; gegen Kriebelmücken und Gnitzen hält der Schutz kürzer, hier hilft zusätzlich lange, dicht gewebte Kleidung. Den Stichdruck senken dauerhaft nur Brutstättensuche und Bti.Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden — Altersgrenze sowie die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit stehen auf dem Etikett. Nicht auf verletzte Haut, Augen und Schleimhäute, nicht auf Haustiere auftragen; DEET greift Kunststoff, Lack und Brillengestelle an. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Ultraschallstecker, Mücken-Apps und Ultraschall-ArmbänderFür den Vertreibungseffekt gibt es in keiner Bauform einen Beleg — wirksam sind Brutstättensuche, Fliegengitter und Bti.Bti ist ein Biozidprodukt: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Zecken

7 Mittel

Zecken lassen sich nicht bekämpfen, nur meiden. Sie sitzen in Bodennähe an Gräsern und Zweigen und orten ihren Wirt über Wärme, Erschütterung und Kohlendioxid — Reize, an denen Bernsteinketten und Ultraschall vorbeigehen. Was zählt, ist Zeit: geschlossene Kleidung, nach jedem Aufenthalt im Grünen der Blick auf Kniekehlen, Leiste und Haaransatz, und ein Tier, das früh entfernt und dabei weder gequetscht noch mit Öl gereizt wird. Gegen FSME schützt in Risikogebieten allein die Impfung.

Eine Ausnahme ist die Braune Hundezecke: Anders als unsere heimischen Zeckenarten vermehrt sie sich in der Wohnung und überdauert in Ritzen — damit endet die Selbsthilfe.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Absuchen und Entfernen mit Pinzette oder ZeckenkarteSuchen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Grünen ab und ziehen Sie Zecken hautnah gerade heraus; gegen FSME schützt zusätzlich nur die Impfung.Öl, Klebstoff oder Hitze gehören nicht auf eine saugende Zecke; bei Rötung oder Fieber danach zur Arztpraxis.
Kokosöl auf Haut und FellKokosöl schreckt nur schwach ab und lässt rasch nach; verlässlich sind Kleidung, Absuchen mit sofortigem Entfernen und die FSME-Impfung.Bringen Sie niemals Öl auf eine bereits festgesaugte Zecke auf: Sie gibt dann vermehrt Speichel und Erreger ab.
Zeckenbefall in der Wohnung selbst aussaugenNur die Braune Hundezecke vermehrt sich in Innenräumen — Holzbock und Auwaldzecke tun das nicht. Saugen senkt die Zahl der Tiere, beendet den Befall aber nicht; Eier in Ritzen überleben, tragend ist der Fachbetrieb.Zecken nicht in der Wohnung zerdrücken, Staubsaugerbeutel sofort verschlossen entsorgen, Hunde tierärztlich prüfen.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Repellent mit DEET oder Icaridin für die HautTragen Sie DEET oder Icaridin auf; der Schutz hält nur zwei bis vier Stunden, danach nachlegen und den Körper trotzdem absuchen.Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden — Altersgrenze sowie die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit stehen auf dem Etikett. Nicht auf verletzte Haut, Augen und Schleimhäute, nicht auf Haustiere auftragen; DEET greift Kunststoff, Lack und Brillengestelle an. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zeckenhalsband oder Spot-on für Hund und KatzeViele Halsbänder und Spot-ons sind Tierarzneimittel und gehören in die Hand der Tierarztpraxis, nur ein Teil der Repellents ist ein Biozidprodukt. Stimmen Sie Wirkstoff und Tierart vorher ab, denn für Katzen ist Permethrin tödlich; Zecken setzen sich trotzdem fest, suchen Sie täglich ab.Tierarzneimittel nur nach tierärztlicher Beratung und streng nach Packungsbeilage anwenden, nie ein Hundepräparat auf die Katze. Handelt es sich um ein Biozidprodukt, gilt: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Bernsteinkette oder Ultraschallgerät gegen ZeckenBeides hält Zecken nachweislich nicht ab, die Wirte über Kohlendioxid und Wärme orten; tragfähig sind geschlossene Kleidung und Absuchen danach.Scheinschutz ist das eigentliche Risiko: FSME wird sofort mit dem Stich übertragen, Borrelien nach 12 bis 24 Stunden.
Zecke mit Öl, Klebstoff oder Nagellack erstickenÖl, Klebstoff und Nagellack reizen die Zecke, sodass sie mehr Erreger abgibt; ziehen Sie sie mit spitzer Pinzette hautnah langsam und gerade heraus.Borrelien gehen meist erst nach 12 bis 24 Stunden über, FSME sofort mit dem Stich — davor schützt nur die Impfung.

Milben und Vogelzecken

9 Mittel

Treten nachts Stiche auf und lässt sich tagsüber nichts finden, lohnt der Blick nach oben statt ins Bett: Die Quelle sitzt dann meist in einem Vogelnest im Rollladenkasten, unter Dachziegeln oder an der Fassade — oder in einem Geflügelstall. Sobald die Jungvögel ausgeflogen sind, verliert die Rote Vogelmilbe ihren Wirt und wandert in den Raum. Wer nur die Wohnung saugt und wäscht, behandelt am Problem vorbei.

Die Reihenfolge steht damit fest: Quelle suchen, das verlassene Nest entfernen, sobald das rechtlich zulässig ist, und den Hohlraum verschließen. Bleiben die Stiche, kann eine Taubenzecke im Mauerwerk sitzen — sie hält dort Jahre ohne Wirt aus.

Ein zweiter Fall sieht ähnlich aus, hat aber nichts mit Vögeln zu tun: Wer nach Gartenarbeit oder Barfußlaufen im Rasen juckende Quaddeln an Beinen und Gürtellinie bekommt, hat die Larven der Herbstgrasmilbe erwischt. Sie sitzen im Rasenfilz, nicht im Haus — hier helfen kurzer Rasen, abgeräumtes Mähgut sowie Duschen und Kleidungswechsel nach der Arbeit.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Verlassenes Vogelnest an Fenster, Rollladenkasten oder Dach entfernenMilben und Vogelzecken kommen aus dem Nest: Nehmen Sie es feucht und mit Handschuhen ab, sobald das rechtlich zulässig ist, und saugen Sie den Hohlraum danach gründlich aus.Nester von Schwalben, Mauerseglern, Staren und Haussperlingen sind auch leer ganzjährig geschützt (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) und nur mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde zu entfernen; frei entfernen dürfen Sie nur einmalig genutzte Nester nach dem Ausfliegen. Kot und Nistmaterial feucht aufnehmen, FFP2-Maske tragen.
Bettkanten, Ritzen und Fensterlaibung absaugenDer Sauger holt Milben aus Bettkanten, Ritzen und Fensterlaibungen heraus, doch ohne Nestentfernung füllt sich der Raum wieder — die Rote Vogelmilbe hungert monatelang ohne Wirt.Beutel sofort verschlossen entsorgen, sonst laufen die Tiere aus dem Gerät zurück in den Raum.
Bettwäsche und getragene Kleidung bei 60 Grad waschenBei 60 Grad sterben Milben in Bettwäsche und getragener Kleidung ab; die Quelle im Nest oder Stall erreicht die Waschmaschine jedoch nicht.Wäsche verschlossen zur Maschine tragen, damit Sie die Tiere nicht durch die Wohnung verteilen.
Einflugspalten, Rollladenkästen und Nischen dauerhaft verschließenEin dichter Verschluss beendet den Nachschub aus dem Nest, doch Taubenzecken überdauern Jahre ohne Wirt im Mauerwerk — dann bleibt die gezielte Spaltenbehandlung durch den Fachbetrieb nötig.Traufspalten, Rollladenkästen und Mauerdurchbrüche, in denen Schwalben, Mauersegler, Star oder Haussperling gebrütet haben, sind ganzjährig geschützt und dürfen auch nach der Brutzeit nicht eigenmächtig verschlossen werden (§ 44 Abs. 1 Nr. 3, § 45 Abs. 7 BNatSchG): vorher die untere Naturschutzbehörde einschalten, meist wird ein Ersatzquartier verlangt. An mehreren warmen Abenden auf ausfliegende Fledermäuse kontrollieren — sie sind streng geschützt, ihre Quartiere ganzjährig. Besetzte Nischen verwilderter Tauben nie zusperren, das lässt die Jungtiere verhungern (§ 1, § 17 TierSchG).
Rasen kurz halten und Mähgut abräumenKurz gemähter, sonniger Rasen ohne liegendes Mähgut senkt den Larvendruck; duschen Sie möglichst gleich nach der Gartenarbeit und wechseln Sie die Kleidung, bevor die Larven sich festsaugen — die getragene Kleidung waschen Sie bei 60 Grad.Quaddeln nicht aufkratzen; bei stark entzündeter Haut oder Fieber zur Arztpraxis.
Stall ausräumen, heiß reinigen und Spalten abflammen oder bedampfenAusräumen, heißes Reinigen und Bedampfen der Sitzstangen senken den Besatz deutlich, erreichen aber nicht jede Fuge; tragend ist die Wiederholung im Wochenabstand samt Kieselgur.Abflammen ist im Holzstall brandgefährlich; FFP2-Maske tragen, denn aufgewirbelter Kot und Milbenstaub reizen Atemwege und Haut.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Kieselgur auf Sitzstangen, in Ritzen und LegenesterAuf trockenen Sitzstangen, in Ritzen und Legenestern wirkt ein als Biozid zugelassenes Kieselgurpulver mechanisch über Wochen; nach jeder Reinigung neu auftragen, denn feucht verliert es die Wirkung.Beim Ausbringen FFP2-Maske und Schutzbrille tragen, Tiere aussperren, nur naturbelassene (nicht kalzinierte) Kieselgur verwenden. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Teebaumöl, Lavendel und Ultraschallstecker gegen MilbenFür Teebaum-, Lavendel- und Neemöl wie für Ultraschallstecker fehlt der Wirknachweis; tragend sind Nestentfernung und Kieselgur im Stall, bei der Herbstgrasmilbe kurzer Rasen und ein Repellent.Ätherische Öle reizen die Haut und sind für Katzen giftig.
Wischen und Lüften, bis die Milben verschwindenFeuchtes Wischen nimmt nur die sichtbaren Tiere mit, während die Rote Vogelmilbe monatelang ohne Wirt in Fugen ausharrt; erst wenn Nest oder Stallbefall beseitigt sind, hören die Stiche auf.Nach Stichen der Taubenzecke sind schwere allergische Reaktionen bis zum Kreislaufschock beschrieben: bei Atemnot, Quaddeln oder Schwindel sofort Notruf 112.

Ameisen und Fliegen

7 Mittel

Bei Ameisen und Fliegen führt fast immer eine Futterquelle ins Haus, kein Hygieneproblem. Ameisen laufen entlang einer Duftspur, die jede Arbeiterin verstärkt. Essigwasser, Zimt oder Kreide löschen diese Spur für Stunden, das Nest im Mauerwerk oder unter der Terrasse bleibt davon unberührt. Ein Fraßköder an der Straße nutzt genau umgekehrt die Spur, die man dafür ausdrücklich stehen lassen sollte.

Fliegen wiederum sind ein Hinweis auf ihre Brutstätte. Die Essig-Spülmittel-Falle fängt Frucht- und Essigfliegen zuverlässig, aber nur zusammen mit entsorgtem Obst, ausgespültem Leergut und geleertem Biomüll. Treten dagegen plötzlich viele große Fliegen ohne erkennbare Quelle auf, lohnt der Blick auf Zwischendecke, Dachboden und Schacht.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Essig-Spülmittel-Falle gegen FruchtfliegenDas Glas mit Apfelessig und einem Tropfen Spülmittel fängt Frucht- und Essigfliegen zuverlässig, wenn Sie dabei Obst, Leergut und Biomüll entsorgen.
Leimbänder und Klebefallen gegen FliegenNah am Fenster fangen sie die fliegenden Tiere zuverlässig und eignen sich zur Erfolgskontrolle; Eier und Maden in der Brutstätte bleiben unberührt.Klebestreifen für Zimmerpflanzen bringen gegen Fruchtfliegen nichts.
Essig-Rotwein-Falle gegen die KirschessigfliegeDie Falle zeigt Ihnen nur den Flugbeginn, die Population sinkt nicht, weil Tiere nachfliegen; tragend ist das Kulturschutznetz (0,8 mm).
Essigwasser, Zimt oder Kreide auf der AmeisenstraßeEssig, Zimt und Kreide unterbrechen die Duftspur nur für Stunden; das Nest erreicht erst ein Fraßköder an der Straße, die Sie stehen lassen.Fraßköder sind Biozidprodukte: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Fraßköderdose gegen AmeisenDie Arbeiterinnen tragen den Köder ins Nest; stellen Sie die Dose an die Ameisenstraße und wischen Sie die Duftspur nicht weg.Köderdose kindersicher und für Haustiere unzugänglich aufstellen, nicht öffnen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Backpulver gegen AmeisenBackpulver tötet höchstens einzelne Arbeiterinnen, während die Königin weiter Eier legt; das Volk erreichen Sie nur mit einem Fraßköder.Ameisenköder sind Biozidprodukte: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Wasserbeutel, CDs und Ultraschall gegen FliegenFür alle drei fehlt der Wirknachweis; tragfähig sind Fliegengitter und das Beseitigen der Brutstätte, oft ein Tierkadaver in der Zwischendecke.

Tauben, Möwen und Holzschädlinge

5 Mittel

Diese Gruppe bündelt Fälle, die sich der Selbsthilfe entziehen. Holzschädlinge wie der Hausbock fressen jahrelang unsichtbar im Bauholz; Essig- und Zwiebelauflagen, Spachtel oder Backofenhitze erreichen die Larven nicht. Weil ein alter Befall die Tragfähigkeit von Balken und Sparren mindern kann, ist die Beurteilung eine Sache für Sachverständige und Fachbetrieb. Vorbeugend trägt vor allem, das Holz dauerhaft trocken zu halten.

Bei Tauben und Möwen zieht das Recht die Grenze: Nester wild lebender Vögel sind geschützt, bei jährlich wiederbezogenen Brutplätzen auch außerhalb der Brutzeit. Sperren klären Sie deshalb vorab mit der unteren Naturschutzbehörde; bei Tauben trägt die lückenlose Sperre erst am leeren Nest, bei Möwen wirkt sie nur vorbeugend, ohne Futterentzug hält keine Sperre. Radio und Dauerlicht vertreiben den Siebenschläfer nur tageweise, und Eichenprozessionsspinner-Nester entfernt wegen der Brennhaare der Fachbetrieb.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Lückenlose bauliche Abwehr mit Netz, Spikes und SpanndrahtDauerhaft trägt nur Futterentzug plus lückenlose Sperre, die Sie nur bei unbesetztem Nest montieren; bei Möwen wirkt sie nur vorbeugend.Silbermöwen sind nach § 44 BNatSchG geschützt: bei Gelege nur mit Ausnahmegenehmigung; schlaffe Netze töten Vögel.
Radio und Dauerlicht gegen SiebenschläferLärm und Licht vertreiben nur für wenige Tage; dauerhaft hilft erst, Kletterwege zu kappen und nachweislich leere Zugänge zu verschließen.Besonders geschützt: Ein besetztes Quartier darf nicht verschlossen werden (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG), und Maßnahmen, die Tiere in der Jungenaufzucht (Juli bis September) oder im Winterschlaf verletzen oder töten, sind nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 verboten. Verschließen erst nach mehreren ruhigen Nächten, wenn das Quartier nachweislich leer ist.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Eichenprozessionsspinner-Nester selbst entfernenFlamme, Schlauch und Haushaltssauger wirbeln die Brennhaare großflächig auf; meiden Sie den Bereich und lassen Sie Nester vom Fachbetrieb entfernen.Brennhaare bleiben jahrelang wirksam, auch in alten Nestern; bei Atemnot oder Augenbeteiligung zum Arzt.
Ultraschallgeräte, Duftsteine und Greifvogel-AttrappenFür Ultraschall und Duftsteine fehlt der Wirknachweis, an Attrappen gewöhnen sich Vögel binnen Tagen; es tragen Futterentzug, Netze, trockenes Holz.Siebenschläfer und Möwen sind nach § 44 BNatSchG geschützt: besetzte Quartiere und Nester nie verschließen.
Zuspachteln, Essig- und Zwiebelauflagen, BackofenSpachtel, Essig und Zwiebel erreichen die Larven nicht, der Backofen schädigt das Holz; verlassen Sie sich auf Trockenhalten und Fachverfahren.Beim Hausbock steht die Standsicherheit auf dem Spiel: erst Sachverständiger, dann Behandlung. Backofen: Brandgefahr.

Motten und Vorratsschädlinge

6 Mittel

Bei Motten richtet nie der Falter den Schaden an, sondern die Larve, im Wollpullover der Kleidermotte ebenso wie im Mehl. Deshalb entscheidet nicht der Duft im Schrank, sondern die Temperatur: eine Stunde bei 60 Grad oder ein bis zwei Wochen bei minus 18 Grad töten alle Stadien samt Eiern. Lavendel und Zedernholz verleiden allenfalls die Eiablage und gehen an allem vorbei, was bereits abgelegt ist.

Der zweite Teil ist Handarbeit: ausräumen, Ritzen und Bohrlöcher aussaugen, den Beutel sofort entsorgen, Vorräte in dicht schließende Gläser umfüllen. Papier und Folie durchbeißen die Larven der Lebensmittelmotte mühelos. Pheromonfallen sagen Ihnen dabei nur, wie stark der Befall ist.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
60 Grad Hitze oder Tiefkühlen bei minus 18 GradEine Stunde bei 60 Grad oder ein bis zwei Wochen bei minus 18 Grad töten alle Stadien; befallene Vorräte entsorgen Sie jedoch verschlossen.Schimmelige oder muffige Ware wird durch Hitze oder Kälte nicht wieder verzehrfähig: Sie gehört in den Restmüll.
Trichogramma-Schlupfwespen auf KärtchenDie 0,4 mm kleinen Wespen parasitieren Motteneier auch in Ritzen, wenn Sie die Kärtchen über acht bis zwölf Wochen in mehreren Chargen auslegen; gegen Vorratskäfer wie Korn- und Dornspeckkäfer wirken sie nicht.Kein Ersatz für das Entsorgen befallener Ware und gründliche Reinigung, sonst bleibt der Befall bestehen.
Lavendelsäckchen und Zedernholz im KleiderschrankBeide Düfte verleiden allenfalls die Eiablage, töten weder Eier noch Larven; tragend sind luftdichte Lagerung, 60-Grad-Wäsche und Aussaugen.Alte Naphthalin-Mottenkugeln sind in der EU nicht mehr zugelassen und gehören in die Schadstoffsammlung.
Pheromonfalle als alleinige MaßnahmeDer Lockstoff fängt nur Männchen, die Weibchen legen weiter Eier; die Falle taugt zur Kontrolle, sanieren müssen Sie mit Hitze, Kälte und Saugen.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Mottenpapier und Mottenspray für TextilienStreifen und Sprays töten allenfalls Falter, nicht die Larven im Gewebe; behandeln Sie damit keine Kleidung, die direkt auf der Haut sitzt.Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Lorbeerblätter, Nelken und Duftsäckchen im VorratsschrankDie Düfte überdecken nur den Geruch und erreichen Eier und Larven nicht; tragend sind Ausräumen, Saugen, Hitze oder Kälte und dichte Gläser.Insektensprays und Vernebler haben im Lebensmittelschrank nichts zu suchen.

Bettwanzen

7 Mittel

Bettwanzen verstecken sich tagsüber in Bettrahmen, Matratzennähten, hinter Sockelleisten und Steckdosen — dort erreicht sie kein Geruch und keine Waschmaschine. Was Sie selbst tun können, betrifft deshalb vor allem Textilien: Hitze und Kälte töten dort alle Stadien. Encasement-Bezüge schließen Wanzen in der Matratze ein, Fallenbecher unter den Bettbeinen zeigen, ob noch Tiere laufen — den Bettrahmen erreichen beide nicht.

Sprays und Vernebler aus dem Baumarkt sind hier keine Abkürzung. Viele Populationen sind gegen die Wirkstoffe resistent, und die Tiere weichen in Nachbarräume und Nachbarwohnungen aus. Jede Woche, die mit Eigenversuchen vergeht, arbeitet für die Wanzen; den Befall beendet nur ein Fachbetrieb, meist über mehrere Termine. Mehr zur Art lesen Sie im Lexikon unter Bettwanze.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
60-Grad-Wäsche, heißer Trockner oder EinfrierenIn den Textilien sterben alle Stadien samt Eiern, im Bettgestell nicht; transportieren Sie Wäsche verschlossen. Bettrahmen, Fugen und Sockelleisten behandelt der Fachbetrieb.
Dampfgerät auf Matratzennähten und RitzenDampf über 120 Grad tötet Wanzen und Eier an Nähten und Ritzen, erreicht Möbelfugen und Sockelleisten aber kaum — er ergänzt den Fachbetrieb nur.Dampf über 120 Grad verbrüht die Haut in Sekunden; Steckdosen und andere Elektroinstallationen nie bedampfen.
Encasement-Bezug für Matratze und BoxspringelementEingeschlossene Wanzen sterben im Bezug ab, doch Sie sichern nur die Matratze; in Bettrahmen und Sockelleisten sitzt der größere Teil.Zwölf Monate ununterbrochen geschlossen lassen; ein Riss oder offener Reißverschluss macht den Bezug wirkungslos.
Fallenbecher (Interceptoren) unter den BettbeinenBecher unter den Bettbeinen zeigen Ihnen in wenigen Nächten, ob Tiere laufen; die Population senken sie nicht, behandeln muss der Fachbetrieb.Nur bei einem von der Wand abgerückten Bett aussagekräftig; ein leerer Becher schließt einen Befall nicht aus.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Sprays und Vernebler aus dem BaumarktViele Populationen sind resistent, die Verstecke bleiben unerreicht und die Tiere ziehen weiter; nur der Fachbetrieb beendet den Befall.Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Teebaumöl, Essig, Backpulver, UltraschallsteckerTeebaumöl, Essig, Backpulver und Ultraschall erreichen Bettwanzen nicht; als Selbsthilfe tragen nur Hitze und Kälte, bekämpfen muss der Profi.
Umzug ins Nachbarzimmer, Matratze auf den SperrmüllBeides verteilt den Befall nur, denn die Tiere sitzen in Bettrahmen und Sockelleisten; es tragen Hitze, Kälte, Encasement und der Fachbetrieb.

Schaben

6 Mittel

Was in der Küche über den Boden huscht, ist immer nur ein Bruchteil des Befalls: Der größere Teil sitzt in warmen Ritzen hinter Kühlschrank, Herd und Verkleidungen, und aus den Eipaketen schlüpfen laufend Nymphen nach — deshalb arbeitet der Fachbetrieb in mehreren Durchgängen. Weil Schaben in Mehrfamilienhäusern über Leitungsschächte wandern, bleibt ein Befall selten auf eine Wohnung beschränkt; informieren Sie früh die Hausverwaltung.

In Eigenregie sinnvoll sind Klebefallen, die Art und Stärke des Befalls zeigen, sowie konsequenter Entzug von Krümeln und Wasser. Sprays und Vernebler aus dem Baumarkt entwerten dagegen die Gelköder, mit denen später gearbeitet wird, und treiben die Tiere über die Schächte zu den Nachbarn.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Dicht schließende Vorrats- und FutterdosenLagern Sie Vorräte und Tierfutter in dichten Dosen, damit Kot und Fraßschäden ausbleiben; den Befall selbst beendet erst der Fachbetrieb.Zeigen Sie den Befall in der Mietwohnung nach § 536c BGB an und behandeln Sie nicht eigenmächtig.
Klebefallen zur BefallskontrolleKlebefallen zeigen Ihnen binnen Tagen Art und Stärke des Befalls, senken ihn aber nicht — holen Sie parallel Vermieter und Fachbetrieb dazu.
Lebensmittel wegschließen, Wasser und Krümel beseitigenDer Entzug von Wasser und Nahrung bremst die Vermehrung, beendet den Befall aber nicht; tragend sind dichte Ritzen und Ködergel vom Fachbetrieb.Keine Sprays und scharfen Reiniger, Gelköder nicht wegwischen; Mieter müssen den Befall nach § 536c BGB anzeigen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Backpulver-Zucker-Gemisch als KöderDas Gemisch erreicht weder Eipakete noch Verstecke, der Befall wächst und verschleppt sich; klären Sie ihn mit Klebefallen und rufen den Fachbetrieb.In der Mietwohnung müssen Sie den Befall nach § 536c BGB unverzüglich dem Vermieter anzeigen.
Insektenspray oder Vernebler aus dem BaumarktSprays wirken wegen Resistenzen oft nicht, treiben die Tiere in Nachbarwohnungen und entwerten Gelköder; die Bekämpfung gehört zum Fachbetrieb.Mieter müssen den Befall nach § 536c BGB unverzüglich dem Vermieter anzeigen. Biozidprodukte vorsichtig verwenden.
Ultraschallstecker und Duftmittel wie LorbeerBackpulver, Essig, Lorbeer und Ultraschall erreichen weder Eipakete noch Verstecke und entwerten spätere Gelköder; nötig ist der Fachbetrieb.Keine Sprays oder Vernebler in Eigenregie; in der Mietwohnung müssen Sie den Befall sofort anzeigen (§ 536c BGB).

Schnecken, Blattläuse und Dickmaulrüssler

11 Mittel

Im Garten trägt Selbsthilfe weiter als irgendwo sonst — allerdings mit einem anderen Ziel: Nicht das letzte Tier zählt, sondern ob der Schaden erträglich bleibt. Blattläuse gehen in einem Beet mit Marienkäfern, Florfliegen und Vögeln oft von allein zurück; wo Sie eingreifen, treffen Kontaktmittel diese Nützlinge mit. Gegen Schnecken wirkt, was sie mechanisch aufhält oder abends von Hand einsammelt, und beim Dickmaulrüssler lohnt der Zugriff auf die Larven im Topfballen mehr als die Jagd auf die Käfer.

Vorsicht bei Fallen, die locken statt abzuhalten: Eine Bierfalle zieht Schnecken aus der Umgebung ins Beet, und die hohe Fangzahl sagt nichts über den Fraßschaden. Gestreutes Schneckenkorn mit Eisen-III-Phosphat senkt ihn dagegen — dünn über die Fläche, nie in Häufchen.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Abends absammeln, Bretter und Holzwolle als VersteckSchnecken und Dickmaulrüssler sind nachtaktiv: Sammeln Sie in der Dämmerung mit der Taschenlampe ab und kontrollieren Sie tagsüber ausgelegte Bretter und Holzwollrollen, konsequent über Wochen.Die Weinbergschnecke ist besonders geschützt (Anlage 1 BArtSchV, Zugriffsverbote § 44 BNatSchG), der Tigerschnegel fällt unter den allgemeinen Artenschutz (§ 39) — beide verschonen. Salz und Essig bedeuten einen langen Todeskampf; schneller töten Durchschneiden oder kochendes Wasser.
Nematoden gegen Dickmaulrüssler-Larven (Heterorhabditis)In Kübeln und Töpfen räumen Heterorhabditis-Nematoden die Larven weitgehend aus, im Freilandbeet fällt die Wirkung geringer aus; gießen Sie ab etwa 12 Grad Bodentemperatur in feuchtes Substrat.Kühl lagern und rasch aufbrauchen; unter 12 Grad Bodentemperatur ist Steinernema kraussei die passende Art (ab etwa 5 Grad), in ausgetrocknetem Substrat bleibt jede Ausbringung wirkungslos.
Schneckenzaun aus Metall mit umgebördeltem RandEin rund 20 cm hoher Zaun mit doppelt umgebogener Kante hält Wegschnecken zuverlässig ab, solange kein Blatt, Halm oder Brett eine Brücke darüber bildet.Sammeln Sie das Beet vor dem Aufstellen leer und lockern Sie den Boden: Sonst sperren Sie Schnecken und Eigelege ein.
Blattläuse mit scharfem Wasserstrahl abspritzenDer harte Strahl schwemmt einen Großteil der Kolonie von Trieben und Blattunterseiten; die Reste bauen sie binnen Tagen wieder auf, wiederholen Sie es deshalb mehrfach.
Marienkäfer- und Florfliegenlarven aussetzenIm Gewächshaus und Wintergarten räumen gekaufte Florfliegen- und Marienkäferlarven Kolonien merklich ab; im Freiland verteilen sie sich, dort trägt eher das Fördern vorhandener Nützlinge.
Nematoden gegen Schnecken (Phasmarhabditis)Die Nematoden treffen vor allem junge Ackerschnecken; ausgewachsene Spanische Wegschnecken erreichen sie kaum, und die Wirkung im Boden hält nur wenige Wochen an.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Kali-Seifen-Präparat gegen Blattläuse (zugelassenes Fertigpräparat)Kali-Seife wirkt rein über Kontakt: Sie müssen die Tiere auf den Blattunterseiten direkt treffen, nach sieben bis zehn Tagen wiederholen und erwischen dabei auch Marienkäfer- und Florfliegenlarven.Zu Pflanzenschutzzwecken nur zugelassene Mittel anwenden (§ 12 PflSchG), auch an Zier- und Zimmerpflanzen; selbst angerührte Schmierseifen- oder Spülmittelbrühen sind davon nicht gedeckt und können Blätter schädigen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Schneckenkorn mit Eisen-III-PhosphatFür den Hausgarten sind nur noch Köder mit Eisen-III-Phosphat zugelassen; sie senken den Fraß deutlich, wenn Sie dünn über die Fläche streuen und nie Häufchen legen.Nur im Haus- und Kleingarten zugelassene Mittel anwenden (§ 12 PflSchG); Metaldehyd-Reste gehören zur Schadstoffsammelstelle. Auch Eisen-III-Phosphat-Korn gehört außer Reichweite von Hund und Kind, größere Mengen können eine Eisenvergiftung auslösen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Brennnesseljauche und Brennnessel-KaltauszugDer Kaltauszug ist als EU-Grundstoff für den Pflanzenschutz gedeckt und gilt als schwach wirksam gegen Blattläuse; die vergorene Jauche ist dagegen ein Dünger und begünstigt über zu viel Stickstoff den Befall.Nur der wässrige Kaltauszug ist als Grundstoff gedeckt; vergorene Jauche gehört als Dünger auf den Boden, nicht als Spritzbrühe auf die Pflanze. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Bierfalle im BeetBier lockt Schnecken aus der näheren Umgebung des Bechers an, sodass sie sich im Beet sammeln; die Fangzahlen sind hoch, der Fraßschaden geht dadurch nicht messbar zurück.Eingegrabene Becher ertränken auch Laufkäfer, die Schneckeneier fressen; Arten der Gattungen Carabus und Calosoma sind besonders geschützt (§ 44 BNatSchG) — Becherrand einige Zentimeter über Bodenhöhe setzen und überdachen.
Kaffeesatz, Eierschalen und Milch-Wasser-MischungenKaffeesatz und Eierschalen halten Schnecken im feuchten Beet nicht auf, und die Milchmischung stammt aus Mehltau-Versuchen — gegen Blattläuse fehlt ihr der Nachweis.

Geschützte Arten am Haus

8 Mittel

Diese Gruppe fällt aus dem Rahmen der Seite, weil die Antwort hier fast immer lautet: nichts tun. Maulwurf, Fledermäuse und Saatkrähe stehen unter gesetzlichem Schutz; sie zu töten, zu fangen oder ihre Quartiere zu zerstören, ist untersagt. Das ist keine Haltungsfrage, sondern geltendes Recht — und es schließt Karbid, Benzin und Begasungspatronen im Gang ausdrücklich mit ein.

Was bleibt, ist Vorsorge und Geduld: ein Gitter, das beim Anlegen von Beet oder Rasen unter die Erde kommt, ein Rollladenkasten, den man im Sommer in Ruhe lässt, und bei Sanierung oder Baumfällung ein früher Anruf bei der unteren Naturschutzbehörde. Der Maulwurf nimmt dabei Engerlinge und Schnecken mit, eine Fledermaus vertilgt in einer Nacht Hunderte Insekten.

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Fledermausquartier an Fassade und Rollladenkasten duldenFledermäuse nutzen dieselbe Spalte oft jahrzehntelang, nagen nichts an und fressen in einer Nacht Hunderte Insekten; einen besetzten Rollladenkasten lassen Sie zu und bewegen den Panzer nicht, sonst klemmen Tiere ein.Alle heimischen Arten sind streng geschützt: Das Quartier ist nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG ganzjährig geschützt, auch wenn es leer steht; Dämmen und Abdichten erst nach Freigabe der Naturschutzbehörde.
Hochbeet, Beet und Rasen bei der Neuanlage mit Gitter unterlegenBeim Anlegen ein verzinktes Gitter mit 13 mm Maschenweite untergraben; im geschlossenen Hochbeet trägt es dauerhaft, ebenerdig nur, wenn es die ganze Fläche unterfängt und am Rand 20 cm hochgezogen ist.Einen besetzten Bau dafür nicht aufgraben: Gänge und Nestkessel sind nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG geschützt. Nur verzinkten Draht verwenden, in Kunststoffnetzen verfangen sich Igel und Blindschleichen.
Maulwurf im Garten dulden und die Hügelerde nutzenEin Maulwurf frisst vor allem Regenwürmer, nimmt daneben Engerlinge, Drahtwürmer und Schnecken mit; sein Revier bleibt jahrelang besetzt, die feine Hügelerde eignet sich als Anzuchterde.Der Maulwurf ist besonders geschützt (§ 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG, Anlage 1 BArtSchV): Fangen, Verletzen und Töten sind verboten; Hügel einebnen ist erlaubt, Gänge aufgraben nicht (§ 44 Abs. 1 Nr. 3).
Sanierung und Baumfällung vorab mit der Naturschutzbehörde klärenMelden Sie Quartier oder Kolonie vor Baubeginn: Die untere Naturschutzbehörde legt Bauzeit und Ersatzquartier fest und erspart Ihnen den Baustopp mitten im Gerüst.Ohne Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG sind Quartierverschluss und Nestentnahme verboten; Hecken dürfen nur vom 1. Oktober bis Ende Februar gerodet werden, Bäume mit Höhle oder Kolonie bleiben ganzjährig geschützt.
Verirrte Fledermaus in der Wohnung ausfliegen lassenIm Sommerhalbjahr Licht aus, in der Dämmerung ein Fenster weit öffnen, Raum verlassen; bei Kälte das Tier nicht hinauslassen, sondern kühl in einem belüfteten Karton sichern und den Fledermausbetreuer rufen.Nie mit bloßen Händen anfassen, nur mit Handschuhen und Karton: Europäische Fledermäuse können Tollwutviren übertragen — nach Biss oder Kratzer sofort zum Arzt.
Maulwurf mit Geruch oder Vibration vergrämenDuftstoffe über einen bereits offenen Hügeldurchbruch oder oberirdisch wirkende Vibrationsstäbe sind beim nur besonders geschützten Maulwurf zulässig, wirken aber selten länger als ein paar Tage: Meist verschiebt das Tier den Gang und kehrt zurück.Erlaubt ist allein das Vertreiben; Fangen, Umsetzen und Töten (§ 44 Abs. 1 Nr. 1) und das Aufgraben, Fluten oder Zerstören des Baus (Nr. 3 BNatSchG) bleiben verboten — keine Mottenkugeln, keine Buttersäure.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Karbid, Gaspatronen, Benzin oder Ultraschallstäbe im GangUltraschall- und Vibrationsstäbe sind wirkungslos, an Ton und Vibration gewöhnen sich die Tiere binnen Tagen; Karbid, Benzin und Begasungspatronen dagegen sind keine harmlosen Fehlversuche, sondern verboten.Karbid entwickelt explosionsfähiges Acetylen, Begasungspatronen hochgiftiges Phosphin, Benzin verunreinigt den Boden und kann ins Grundwasser gelangen (§ 324a StGB); das Töten des Maulwurfs ist zudem nach § 17 Nr. 1 TierSchG strafbar.
Saatkrähennester entfernen oder die Kolonie vergrämenVergrämte Kolonien teilen sich nach Erfahrungen der Naturschutzbehörden in mehrere kleine Teilkolonien auf; bis die Jungen im Juni ausfliegen, tragen nur umgeparktes Auto und abgespritzte Wege.Die Saatkrähe ist als europäische Vogelart besonders geschützt: Nester zu entfernen und die Kolonie während Brut und Aufzucht erheblich zu stören sind Ordnungswidrigkeiten (§ 44 Abs. 1 Nr. 2 und 3, § 69 BNatSchG), das Zerstören von Gelegen und Jungvögeln kann nach § 71a BNatSchG strafbar sein. Jede Maßnahme am Koloniestandort vorab mit der unteren Naturschutzbehörde klären (§ 45 Abs. 7 BNatSchG).

Häufige Fragen

Helfen Ultraschallgeräte gegen Schädlinge?

Nach heutigem Kenntnisstand nicht zuverlässig. Nagetiere gewöhnen sich binnen weniger Tage an die Töne, Möbel und Wände schirmen den Schall ab, und für die Wirkung gegen Insekten fehlt der Nachweis ebenso. Verbraucherschützer raten seit Jahren von den Geräten ab.

Wirkt Backpulver gegen Ameisen?

Kaum. Reines Backpulver nehmen Ameisen fast nicht auf, mit Zucker gemischt sterben nur einzelne Tiere, und das Nest bleibt unversehrt. Köderdosen, deren Wirkstoff von den Arbeiterinnen ins Nest getragen wird, sind die deutlich zuverlässigere Lösung.

Was ist das beste Hausmittel gegen Fruchtfliegen?

Ein flaches Glas mit Apfelessig, etwas Saft und einem Tropfen Spülmittel. Entscheidend ist, gleichzeitig alle Brutquellen zu beseitigen: überreifes Obst, offene Säfte, Pfandflaschen und Biomüll. Ohne diesen Schritt fängt die Falle nur den Nachschub weg.

Hält Lavendel Kleidermotten fern?

Lavendel und Zedernholz können die Eiablage in unmittelbarer Nähe verleiden, mehr aber nicht. Vorhandene Eier und Larven überleben den Duft. Gegen akuten Befall helfen die 60-Grad-Wäsche, eine Woche im Gefrierfach und Schlupfwespen über mehrere Wochen.

Wann sollte ich statt Hausmitteln den Profi rufen?

Immer bei Bettwanzen, Schaben und Ratten sowie bei Wespennestern in Wohnnähe. Diese Befälle wachsen schneller, als Hausmittel wirken, und teils bestehen Melde- oder Artenschutzvorschriften. Was der Einsatz kostet, hängt von Schädling, Befallsumfang und Objekt ab; bei Bettwanzen liegt er deutlich höher.