Stechmücke oder Tigermücke?
Eine kleine schwarz-weiße Mücke sticht mich mitten am Tag im Garten.
Warum die Unterscheidung zählt
Die Asiatische Tigermücke kann Dengue-, Chikungunya-, Zika- und West-Nil-Viren übertragen, muss den Erreger dafür aber erst bei einem infizierten Menschen aufnehmen — in Deutschland sind örtliche Übertragungen bislang Einzelereignisse geblieben. Für Sie persönlich ändert der Fund daher wenig, für die Überwachung viel: Nur gemeldete Funde lassen neue Vorkommen früh erkennen und örtlich eindämmen.
Gemeine Stechmücke
heimisch, Risiko gering
Asiatische Tigermücke
potenzieller Überträger, melden
Woran Sie die beiden auseinanderhalten
| Merkmal | Gemeine Stechmücke | Asiatische Tigermücke |
|---|---|---|
| Größe | 5–7 mm | 3–8 mm, sichtbar kleiner |
| Zeichnung | unscheinbar braun, schmale helle Querbinden | tiefschwarz, weiße Linie mittig über Kopf und Rücken |
| Beine | einfarbig braun, ohne Kontrast | weiße Ringe, letztes Hinterbeinglied ganz weiß |
| Stichzeit | Dämmerung und Nacht | am helllichten Tag, auch mittags und im Schatten |
| Eiablage | 100–300 Eier als schwimmendes Eischiffchen | 40–80 Eier einzeln oberhalb der Wasserlinie |
| Brutstätte | Regentonne, Gully, Licht- und Kellerschacht | kleinste Mengen: Untersetzer, Gießkanne, Grabvase |
| Was zu tun ist | Larven behandeln, Wasserstellen wöchentlich leeren | zusätzlich dem Mückenatlas oder Gesundheitsamt melden |
Der Test, der Klarheit schafft
Sehen Sie sich das letzte Glied der Hinterbeine an und schauen Sie von oben auf den Rücken: ein komplett weißes Endglied und eine durchgehende weiße Mittellinie sprechen für die Tigermücke. Fangen Sie das Tier möglichst unzerdrückt in einem kleinen Gefäß und senden Sie es dem Mückenatlas.
So gehen Sie weiter vor
Gut zu wissen
Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.
Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?
Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.
Muss ich einen Schädlingsbefall melden?
Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten besteht in vielen Gemeinden eine Meldepflicht; in Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter immer umgehend informieren. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.
Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?
Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.
Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?
Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.
Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?
Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?
Poltert es nachts über der Decke, sind es meist Steinmarder oder Siebenschläfer im Dachstuhl.
Zum SteinmarderStiche in Reihe am Morgen? Bettwanzen verstecken sich in Matratze, Bettgestell und Ritzen.
Bettwanzen-RatgeberIn Plüschtieren und Teppichen sammeln sich Hausstaubmilben — Waschen bei 60 Grad hilft.
Zur HausstaubmilbeAmeisenstraßen und Gespinste im Mehl: Küche und Vorratsschrank sind die Klassiker.
Ameisen-RatgeberFeucht und warm: Silberfischchen sitzen in Fugen und hinter Sockelleisten.
Silberfisch-RatgeberLöcher in Wolle und Seide stammen von den Larven der Kleidermotte im dunklen Schrank.
Kleidermotten-RatgeberAngenagte Verpackungen und Kot verraten Mäuse — Vorräte gehören in dichte Behälter.
Mäuse-RatgeberKellerasseln zeigen Feuchtigkeit an — lüften und abdichten wirkt besser als jedes Spray.
Zur Kellerassel