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Eine Art steht unter Schutz

Maulwurf oder Schermaus?

Wer wirft die frischen Erdhaufen in meinem Rasen auf?

Warum die Unterscheidung zählt

Wer eine Falle in einen Maulwurfsgang stellt, verstößt gegen § 44 Bundesnaturschutzgesetz — unabhängig davon, ob das Tier überlebt. Bleibt umgekehrt eine Schermaus unerkannt, nagt sie weiter an Wurzeln und Wurzelhälsen, bis ein Obstbaum abstirbt.

Maulwurf geschützt — nicht bekämpfen
Gemeine Schermaus darf bekämpft werden

Woran Sie die beiden auseinanderhalten

Merkmal Maulwurf Gemeine Schermaus
Erdhaufen hoch, rund, feinkrümelig, ohne Pflanzenreste flach, unregelmäßig, mit Wurzel- und Grasresten
Gang mündet mittig von unten in den Hügel, rund Ausgang seitlich, Gang breiter als hoch (4–8 cm)
Nahrung Regenwürmer, Engerlinge, Larven — keine Pflanzen Wurzeln, Knollen, Zwiebeln, Rinde, Gemüse
Pflanzen kein Fraßschaden, Welken nur über hohlem Gang junge Bäume lassen sich anheben, Salat wird eingezogen
Größe 11–16 cm, 70–130 g 12–22 cm, 80–180 g
Aussehen samtig schwarzgrau, Grabschaufeln, keine Ohrmuscheln braun, stumpfe Schnauze, Ohren im Fell versteckt
Rechtslage besonders geschützt nach § 44 BNatSchG nicht geschützt, Fallen zulässig

Der Test, der Klarheit schafft

Die Verwühlprobe: Öffnen Sie einen Gang auf zehn Zentimetern Länge. Eine Schermaus verschließt die Stelle binnen Stunden, ein Maulwurf schiebt Erde nach.

So gehen Sie weiter vor

Gut zu wissen

Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.

Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?

Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.

Muss ich einen Schädlingsbefall melden?

Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten besteht in vielen Gemeinden eine Meldepflicht; in Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter immer umgehend informieren. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.

Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?

Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.

Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?

Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.

Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?

Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?

Illustration: Haus im Querschnitt mit typischen Schädlingsverstecken — vom Dachboden über Küche, Bad und Kleiderschrank bis in den Keller.