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Lästling

Kellerassel

Kellerasseln tauchen dort auf, wo es dauerhaft feucht ist: in Kellerecken, hinter der Waschmaschine, in Lichtschächten und unter Blumentöpfen. Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und gehen nicht an Vorräte im Schrank. Trotzdem sollten Sie ein Massenauftreten ernst nehmen, denn die Tiere zeigen zuverlässig an, dass Feuchtigkeit im Gebäude steckt.

Kellerassel erkennen

Kellerasseln werden 10 bis 17 mm lang und tragen einen flachen, aus einzelnen Segmenten aufgebauten Panzer in Grau bis Braungrau. Die Oberfläche wirkt matt und fein gewarzt, an der Unterseite sitzen sieben Beinpaare. Asseln sind keine Insekten, sondern Krebstiere. Bei Gefahr laufen sie davon, einrollen können sie sich nicht.

  • Tiere unter Fußleisten, Kartons, Teppichkanten und in Bodenfugen
  • Ansammlungen in Lichtschächten, Duschabläufen und Kellertreppen
  • Aktivität in der Dämmerung und nachts, tagsüber versteckt
  • Feuchte Wände, muffiger Geruch oder abplatzender Putz in derselben Ecke

Die Rollassel sieht ähnlich aus, ist aber stärker gewölbt und rollt sich bei Berührung zu einer festen Kugel zusammen. Die Mauerassel wirkt glatter und glänzender und trägt helle Flecken auf dem Rücken. Mit Silberfischchen oder Springschwänzen lassen sich Asseln kaum verwechseln, beide sind deutlich kleiner und schmaler.

Lebensweise

Asseln atmen über kiemenähnliche Organe an den Hinterleibsbeinen und trocknen in trockener Luft schnell aus. Deshalb sitzen sie tagsüber in dunklen, feuchten Verstecken und werden erst nachts aktiv. Sie fressen totes Pflanzenmaterial, Laub, morsches Holz, Algen und Pilzbeläge.

Ein Weibchen trägt 20 bis 100 Eier in einer Bruttasche am Bauch. Nach drei bis sieben Wochen schlüpfen fertige Jungasseln, die sich rund zehnmal häuten. Pro Jahr entstehen ein bis zwei Generationen, erwachsene Tiere leben zwei bis vier Jahre. Ins Haus gelangen sie über Kellerfenster, Türspalten, Mauerrisse und mit Brennholz oder Blumenerde.

Schäden und Risiken

Für Menschen und Haustiere sind Kellerasseln ungefährlich. Sie stechen und beißen nicht, übertragen keine Erreger und beschädigen weder Textilien noch Holz oder Vorräte. Im Garten sind sie sogar nützlich, weil sie Laub und Pflanzenreste zersetzen und Humus aufbauen. Ärgerlich werden sie in Gewächshäusern und Frühbeeten, wo sie an Keimlingen, jungen Salatblättern und bodennahen Erdbeeren fressen. Der eigentliche Schaden ist meist ein anderer: Wo dauerhaft viele Asseln leben, gibt es Feuchtigkeit und häufig auch Schimmel.

Wichtig: Treten Asseln über Wochen in großer Zahl im Wohnbereich auf, prüfen Sie Kellerwände, Rohrleitungen und Anschlüsse auf undichte Stellen. Ein Wasserschaden hinter dem Putz kostet deutlich mehr als die Beseitigung der Tiere.

Vorbeugen

  • Keller regelmäßig lüften, im Sommer bevorzugt nachts, und Luftfeuchte unter 60 Prozent halten
  • Kellerfenster und Lichtschächte mit engmaschigen Gittern versehen und Laub entfernen
  • Türen zum Keller und nach außen mit Bürstendichtung abschließen
  • Risse in Mauerwerk, Fugen und Sockelbereich verschließen
  • Laubhaufen, Mulch, Kompost und Brennholz mindestens einen Meter von der Hauswand entfernt lagern

Bekämpfen

Einzelne Tiere kehren Sie auf und setzen sie im Garten aus, dort erledigen sie nützliche Arbeit. Bei größeren Zahlen hilft eine einfache Falle: Legen Sie abends eine ausgehöhlte Kartoffel oder feuchtes Zeitungspapier aus und entsorgen Sie die Tiere morgens. Der entscheidende Schritt bleibt aber, die Feuchtequelle zu beseitigen, notfalls mit Bautrockner über mehrere Wochen.

Insektensprays sind überflüssig und wirken nur auf die getroffenen Tiere, während aus Ritzen und vom Garten ständig neue nachrücken. Sinnvoll ist allenfalls Kieselgur, dünn in trockene Fugen, Türschwellen und Kellerecken gestäubt. Salz, Essig oder Duftstoffe zeigen keine Wirkung. Werden doch Mittel eingesetzt, gilt: Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Tipp: Kontrollieren Sie den Sockelbereich rund ums Haus. In neun von zehn Fällen wandern Asseln aus feuchtem Laub oder Rindenmulch direkt an der Fassade ein. Ein 30 cm breiter Kiesstreifen unterbricht diesen Weg.

Wann zum Profi?

In den meisten Haushalten reichen trockene Luft und dichte Zugänge. Fachliche Hilfe ist sinnvoll, wenn die Tiere trotz Abdichtung und Trocknung über Monate in Wohnräumen auftauchen oder wenn gleichzeitig Schimmel sichtbar wird. Bei Feuchteschäden ist ein Bausachverständiger die richtige Anlaufstelle, der Schädlingsbekämpfer schließt begleitend Einschlupfstellen.

Häufige Fragen zu diesem Schädling

Sind Kellerasseln gefährlich oder übertragen sie Krankheiten?

Nein. Kellerasseln beißen und stechen nicht und übertragen keine Krankheiten auf Menschen oder Haustiere. Sie fressen totes Pflanzenmaterial und gehen weder an Vorräte im Schrank noch an Textilien oder Bauholz.

Warum habe ich plötzlich viele Asseln im Keller?

Asseln brauchen hohe Luftfeuchte und wandern ein, wenn es draußen zu trocken oder zu kalt wird. Ein plötzlicher Anstieg deutet auf eine feuchte Wand, einen Rohrschaden oder auf Laub und Mulch direkt an der Hauswand hin. Prüfen Sie zuerst diese Ursachen.

Wie unterscheide ich Kellerassel und Rollassel?

Die Kellerassel ist flacher, matt und warzig und flieht bei Störung. Die Rollassel ist stärker gewölbt, glänzend und rollt sich zu einer festen Kugel zusammen. Beide sind gleichermaßen harmlos.

Muss ich Asseln im Garten bekämpfen?

In aller Regel nicht. Im Garten zersetzen sie Laub und Pflanzenreste und tragen zur Humusbildung bei. Nur in Gewächshaus und Frühbeet können sie an Keimlingen und Erdbeeren Schaden anrichten, dort helfen Fallen und ein trockener Boden unter den Pflanzen.