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Andere Methode nötig

Silberfischchen oder Papierfischchen?

Warum verschwinden die Fischchen nicht, obwohl das Bad längst trocken ist?

Warum die Unterscheidung zählt

Beim Silberfischchen löst Trockenheit das Problem: Sinkt die Luftfeuchte dauerhaft unter 50 Prozent, ist der Befall meist in wenigen Wochen vorbei. Papierfischchen kommen mit 25 bis 60 Prozent Luftfeuchte zurecht — wer bei ihnen nur entfeuchtet, verliert Monate, in denen Bücher, Fotos und Tapeten weiter angefressen werden.

Silberfischchen Feuchtezeiger — Trockenheit wirkt
Papierfischchen Materialschädling — trotzt Trockenheit

Woran Sie die beiden auseinanderhalten

Merkmal Silberfischchen Papierfischchen
Größe 7–12 mm ohne Anhänge 11–15 mm, mit Schwanzfäden bis 19 mm
Glanz Silbrig glänzende Schuppen Matt graubraun, kein Silberglanz
Beborstung Glatt, nur einzelne aufrechte Borsten Kleine Borstenbüschel an den Körperseiten
Vorkommen Bad, Küche, Waschküche, Keller Trockene Wohnräume, Büros, Archive
Luftfeuchte Braucht über 70 Prozent, stirbt unter 50 Lebt bei 25 bis 60 Prozent weiter
Verhalten Schnell, flüchtet sofort ins Dunkel Langsamer, ausdauernd, flüchtet nicht sofort
Was wirkt Lüften und Abdichten, Luftfeuchte unter 50 Kieselgur, Köder und Monitoring über Monate

Der Test, der Klarheit schafft

Leuchten Sie ein Tier mit der Taschenlampe an und lesen Sie im selben Raum ein Hygrometer ab: Silbriger Glanz bei hoher Luftfeuchte spricht für das Silberfischchen, ein mattgraues Tier im trockenen Wohn- oder Arbeitszimmer für das Papierfischchen.

So gehen Sie weiter vor

Gut zu wissen

Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.

Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?

Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.

Muss ich einen Schädlingsbefall melden?

Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten besteht in vielen Gemeinden eine Meldepflicht; in Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter immer umgehend informieren. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.

Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?

Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.

Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?

Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.

Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?

Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?

Illustration: Haus im Querschnitt mit typischen Schädlingsverstecken — vom Dachboden über Küche, Bad und Kleiderschrank bis in den Keller.