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Andere Methode nötig

Fruchtfliege oder Trauermücke?

Warum bleibt die Essigfalle leer, obwohl kleine Fliegen durch die Wohnung schwirren?

Warum die Unterscheidung zählt

Fruchtfliegen folgen dem Geruch gärender Früchte und gehen deshalb zuverlässig in die Essigfalle. Trauermücken lockt Essig nicht — ihre Larven sitzen in den obersten Zentimetern der Blumenerde, und wer nur die fliegenden Tiere fängt, steht nach drei bis vier Wochen vor der nächsten Generation.

Fruchtfliege Kommt vom Obst — Essigfalle wirkt
Trauermücken Brütet im Blumentopf

Woran Sie die beiden auseinanderhalten

Merkmal Fruchtfliege Trauermücken
Größe 2–3 mm Mücke 2–4 mm, Larve bis 7 mm
Körperbau Gedrungen, gelbbraun, rote Augen Zierlich und mückenartig, dunkelgrau bis schwarz
Flugverhalten Langsamer, taumeliger Flug ums Obst Fliegt schlecht, läuft über die Erde
Fundort Obstschale, Vorratsregal, Komposteimer Blumentopf, dann Fenster, Lampen, Monitore
Brutstätte Schale angeschlagener, reifer Früchte Obere 2 bis 3 cm feuchter Blumenerde
Nachwuchs Weiße Maden, 3–4 mm, im Fruchtfleisch Glasige Larven mit schwarzer Kopfkapsel
Was wirkt Obst kühl stellen, Apfelessig mit Spülmittel Gelbtafeln, Nematoden, Substrat austauschen

Der Test, der Klarheit schafft

Legen Sie eine 1 Zentimeter dicke Scheibe roher Kartoffel auf die feuchte Blumenerde. Sitzen nach ein bis zwei Tagen glasige Larven mit schwarzem Kopf an der Unterseite, sind es Trauermücken und nicht Fruchtfliegen.

So gehen Sie weiter vor

Gut zu wissen

Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.

Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?

Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.

Muss ich einen Schädlingsbefall melden?

Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten besteht in vielen Gemeinden eine Meldepflicht; in Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter immer umgehend informieren. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.

Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?

Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.

Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?

Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.

Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?

Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?

Illustration: Haus im Querschnitt mit typischen Schädlingsverstecken — vom Dachboden über Küche, Bad und Kleiderschrank bis in den Keller.