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Stadt in Niedersachsen

Schädlinge in Syke erkennen und selbst bekämpfen

Wald und Geest bestimmen das Bild um Syke südlich von Bremen, dazu kommt die Hache mit ihrer feuchten Niederung. Maulwürfe und Wühlmäuse durchziehen die großen Gärten, Feldmäuse profitieren vom umliegenden Ackerland und suchen im Herbst Gebäude auf. Im Friedeholz und anderen Wäldern sollten Spaziergänger auf Zecken achten.

Hausmittel im Praxischeck

Gängige Hausmittel und Selbsthilfemaßnahmen für die häufigsten Fälle in Syke, nach Schädling geordnet. Klappen Sie den passenden Bereich auf.

Mäuse und Wühlmäuse 3 Mittel

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Falle im Gang (Schermaus) oder vor dem Loch (Feldmaus) Richtig gesetzt fängt die Falle zuverlässig: in den Schermausgang, bei der Feldmaus vor das Loch; täglich kontrollieren, Wurzeln mit Korb schützen. Art bestimmen: Eine Falle im Gang des geschützten Maulwurfs ist Nachstellen (§ 44 BNatSchG, § 4 TierSchG).
Wurzelschutzkorb und Drahtmanschette Setzen Sie Jungbäume in Pflanzkörbe aus verzinktem Draht (Schermaus 13 bis 16 mm) und legen Sie eine engmaschige, 30 cm hohe Manschette um den Stamm. Nach starkem Schneefall kontrollieren: Über der Schneedecke erreichen die Tiere die Rinde oberhalb der Manschette.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Ultraschallstecker und Vibrationsstäbe Nagetiere gewöhnen sich binnen Tagen an Ton und Vibration; verlassen Sie sich auf Schlagfallen, Öffnungen ab 6 mm schließen und Nahrungsentzug. Bestimmen Sie die Art: Maulwurf, Spitz- und Haselmaus sind nach § 44 BNatSchG geschützt, Leimfallen tierschutzwidrig.
Zecken 6 Mittel

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Absuchen und Entfernen mit Pinzette oder Zeckenkarte Suchen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Grünen ab und ziehen Sie Zecken hautnah gerade heraus; gegen FSME schützt zusätzlich nur die Impfung. Öl, Klebstoff oder Hitze gehören nicht auf eine saugende Zecke; bei Rötung oder Fieber danach zur Arztpraxis.
Kokosöl auf Haut und Fell Kokosöl schreckt nur schwach ab und lässt rasch nach; verlässlich sind Kleidung, Absuchen mit sofortigem Entfernen und die FSME-Impfung. Bringen Sie niemals Öl auf eine bereits festgesaugte Zecke auf: Sie gibt dann vermehrt Speichel und Erreger ab.

Mit Mitteln aus dem Handel

MittelWirkungWorauf es ankommt
Repellent mit DEET oder Icaridin für die Haut Tragen Sie DEET oder Icaridin auf; der Schutz hält nur zwei bis vier Stunden, danach nachlegen und den Körper trotzdem absuchen. Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern anwenden — Altersgrenze sowie die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit stehen auf dem Etikett. Nicht auf verletzte Haut, Augen und Schleimhäute, nicht auf Haustiere auftragen; DEET greift Kunststoff, Lack und Brillengestelle an. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
Zeckenhalsband oder Spot-on für Hund und Katze Viele Halsbänder und Spot-ons sind Tierarzneimittel und gehören in die Hand der Tierarztpraxis, nur ein Teil der Repellents ist ein Biozidprodukt. Stimmen Sie Wirkstoff und Tierart vorher ab, denn für Katzen ist Permethrin tödlich; Zecken setzen sich trotzdem fest, suchen Sie täglich ab. Tierarzneimittel nur nach tierärztlicher Beratung und streng nach Packungsbeilage anwenden, nie ein Hundepräparat auf die Katze. Handelt es sich um ein Biozidprodukt, gilt: vorsichtig verwenden, vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Bernsteinkette oder Ultraschallgerät gegen Zecken Beides hält Zecken nachweislich nicht ab, die Wirte über Kohlendioxid und Wärme orten; tragfähig sind geschlossene Kleidung und Absuchen danach. Scheinschutz ist das eigentliche Risiko: FSME wird sofort mit dem Stich übertragen, Borrelien nach 12 bis 24 Stunden.
Zecke mit Öl, Klebstoff oder Nagellack ersticken Öl, Klebstoff und Nagellack reizen die Zecke, sodass sie mehr Erreger abgibt; ziehen Sie sie mit spitzer Pinzette hautnah langsam und gerade heraus. Borrelien gehen meist erst nach 12 bis 24 Stunden über, FSME sofort mit dem Stich — davor schützt nur die Impfung.
Geschützte Arten am Haus 4 Mittel

Ohne Chemie

MittelWirkungWorauf es ankommt
Hochbeet, Beet und Rasen bei der Neuanlage mit Gitter unterlegen Beim Anlegen ein verzinktes Gitter mit 13 mm Maschenweite untergraben; im geschlossenen Hochbeet trägt es dauerhaft, ebenerdig nur, wenn es die ganze Fläche unterfängt und am Rand 20 cm hochgezogen ist. Einen besetzten Bau dafür nicht aufgraben: Gänge und Nestkessel sind nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG geschützt. Nur verzinkten Draht verwenden, in Kunststoffnetzen verfangen sich Igel und Blindschleichen.
Maulwurf im Garten dulden und die Hügelerde nutzen Ein Maulwurf frisst vor allem Regenwürmer, nimmt daneben Engerlinge, Drahtwürmer und Schnecken mit; sein Revier bleibt jahrelang besetzt, die feine Hügelerde eignet sich als Anzuchterde. Der Maulwurf ist besonders geschützt (§ 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG, Anlage 1 BArtSchV): Fangen, Verletzen und Töten sind verboten; Hügel einebnen ist erlaubt, Gänge aufgraben nicht (§ 44 Abs. 1 Nr. 3).
Maulwurf mit Geruch oder Vibration vergrämen Duftstoffe über einen bereits offenen Hügeldurchbruch oder oberirdisch wirkende Vibrationsstäbe sind beim nur besonders geschützten Maulwurf zulässig, wirken aber selten länger als ein paar Tage: Meist verschiebt das Tier den Gang und kehrt zurück. Erlaubt ist allein das Vertreiben; Fangen, Umsetzen und Töten (§ 44 Abs. 1 Nr. 1) und das Aufgraben, Fluten oder Zerstören des Baus (Nr. 3 BNatSchG) bleiben verboten — keine Mottenkugeln, keine Buttersäure.

Häufig genannt

MittelWirkungWorauf es ankommt
Karbid, Gaspatronen, Benzin oder Ultraschallstäbe im Gang Ultraschall- und Vibrationsstäbe sind wirkungslos, an Ton und Vibration gewöhnen sich die Tiere binnen Tagen; Karbid, Benzin und Begasungspatronen dagegen sind keine harmlosen Fehlversuche, sondern verboten. Karbid entwickelt explosionsfähiges Acetylen, Begasungspatronen hochgiftiges Phosphin, Benzin verunreinigt den Boden und kann ins Grundwasser gelangen (§ 324a StGB); das Töten des Maulwurfs ist zudem nach § 17 Nr. 1 TierSchG strafbar.

Zum ausführlichen Hausmittel-Ratgeber

Diese Übersicht ist eine erste Orientierung und ersetzt keine fachliche Begutachtung vor Ort. Wenn Sie sich bei der Art nicht sicher sind, der Befall zurückkommt oder Vorräte, Bausubstanz und Gesundheit betroffen sind, ist ein Schädlingsbekämpfer der richtige Ansprechpartner.

Ratgeber zur Selbsthilfe

So gehen Sie vor

  1. Schädling bestimmen

    Erst sicher erkennen, dann handeln: Unsere Bestimmungshilfe und das Lexikon mit über 210 Arten führen Sie zum richtigen Tier.

  2. Selbst aktiv werden

    Die meisten Fälle lassen sich ohne Fachfirma lösen — mit Hygiene, Fallen und den Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus unserem Ratgeber.

  3. Grenzen kennen

    Bei geschützten Arten, großem Befall oder Gesundheitsrisiko gehört der Fall in Profihände. Dasselbe gilt, wenn Sie unsicher sind, welche Art Sie vor sich haben, wenn Ursache oder Ausmaß des Befalls unklar bleiben oder wenn nach zwei bis drei Wochen Selbsthilfe nichts besser wird: Eine Einschätzung vor Ort kostet weniger Zeit als ein zweiter Fehlversuch. Was ein seriöser Betrieb macht und kostet, zeigt der Ratgeber zur professionellen Schädlingsbekämpfung.

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Gut zu wissen

Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.

Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?

Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.

Muss ich einen Schädlingsbefall melden?

Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten schreiben viele Gemeinden per Satzung eine Anzeige vor; eine bundesweite Meldepflicht für Privatpersonen gibt es nicht. In der Mietwohnung müssen Sie den Befall dem Vermieter unverzüglich anzeigen (§ 536c BGB) — sonst riskieren Sie Schadensersatz und den Verlust Ihrer Minderungsrechte. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.

Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?

Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.

Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?

Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.

Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?

Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?

Illustration: Haus im Querschnitt mit typischen Schädlingsverstecken — vom Dachboden über Küche, Bad und Kleiderschrank bis in den Keller.