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Andere Methode nötig

Ratte oder Maus?

Ist der Nager im Keller eine große Maus oder eine junge Ratte?

Warum die Unterscheidung zählt

Mit Mäusefallen bekommen Sie eine Ratte nicht: Die Falle ist zu klein, löst aus, ohne zu töten, und danach meidet das Tier neue Gegenstände erst recht. Ratten brauchen größere Schlagfallen in Köderschutzstationen, die erst tagelang unscharf ausliegen — und ein Rattenbefall ist in vielen Kommunen beim Ordnungs- oder Gesundheitsamt anzuzeigen.

Wanderratte Vielerorts anzeigepflichtig
Hausmaus Meist selbst lösbar

Woran Sie die beiden auseinanderhalten

Merkmal Wanderratte Hausmaus
Kopf-Rumpf-Länge 20–28 cm, 200–500 g 7–11 cm, 15–25 g
Schwanz Kürzer als der Körper, 16–22 cm Etwa körperlang, 7–10 cm, geringelt
Kopf und Füße Klobig, kräftiger Kopf, dicke Füße Zierlich, spitze Schnauze, dünne Füße
Ohren Klein und behaart, zum Kopf klein Groß und rundlich, zum Kopf auffällig groß
Kot 17–20 mm, spindelförmig, stumpf endend 3–8 mm, schwarz, an den Enden spitz
Falle und Köder Große Schlagfalle in der Köderstation Kleine Schlagfalle mit Nuss-Nougat-Creme
Meldung Vielerorts Anzeige beim Ordnungsamt Keine Anzeige nötig

Der Test, der Klarheit schafft

Messen Sie den Kot entlang der Laufwege und achten Sie auf die Proportionen: 17 bis 20 mm lange, stumpf endende Köttel und ein im Verhältnis zu großer Kopf mit dicken Füßen sprechen für eine junge Wanderratte. 3 bis 8 mm lange, spitz zulaufende Köttel und große runde Ohren für die Hausmaus.

So gehen Sie weiter vor

Gut zu wissen

Jedes Zimmer hat seine typischen Untermieter — ein Blick ins Haus zeigt, wo Sie zuerst nachsehen sollten.

Welcher Schädling taucht in welchem Raum auf?

Ameisen folgen Futterspuren in die Küche, Silberfische lieben das feuchte Bad, Kleidermotten sitzen im Schrank und Mäuse ziehen in Keller und Vorratsräume. Der Fundort ist oft der beste Hinweis auf die Art.

Muss ich einen Schädlingsbefall melden?

Bei Gesundheitsschädlingen wie Ratten besteht in vielen Gemeinden eine Meldepflicht; in Mietwohnungen sollten Sie den Vermieter immer umgehend informieren. Details dazu finden Sie in unseren Ratgebern.

Wann reicht Selbsthilfe, wann brauche ich den Profi?

Einzelne Tiere und ein früher Befall lassen sich oft selbst stoppen. Bei Bettwanzen, Schaben und Ratten ist der Schädlingsbekämpfer meist die schnellere und am Ende günstigere Lösung — unsere Lexikon-Einträge geben je Art eine klare Empfehlung.

Welche Tiere darf ich gar nicht bekämpfen?

Hornissen, Wildbienen, Hummeln und einige weitere Arten stehen unter besonderem Schutz (§ 44 BNatSchG). Nester dürfen nur mit Genehmigung umgesiedelt werden — wir zeigen, an wen Sie sich wenden.

Helfen Ultraschallstecker und Hausmittel wirklich?

Vieles davon ist wirkungslos. Unser Hausmittel-Check sortiert ehrlich: Was funktioniert, was ist Geldverschwendung?

Illustration: Haus im Querschnitt mit typischen Schädlingsverstecken — vom Dachboden über Küche, Bad und Kleiderschrank bis in den Keller.