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Eichenprozessionsspinner: Brennhaare, Gesundheitsrisiko und richtiges Verhalten

Seitliche Nahaufnahme einer Raupe des Eichenprozessionsspinners mit dunklem Kopf, grauem Rücken und langen weißen Brennhaaren auf Baumrinde.

Bild: Holger Krisp · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Am Waldweg flattert ein Absperrband, an der Eiche neben dem Spielplatz klebt in Kopfhöhe ein grauweißes Gespinst, und seit dem Wochenende jucken bei der halben Familie Hals und Unterarme. Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist kein Schädling, den man mit Falle oder Hausmittel selbst in den Griff bekommt. Seine Raupen tragen ab dem dritten Larvenstadium Hunderttausende feiner Brennhaare, die schon bei leichtem Wind davonfliegen und noch Jahre später Haut, Augen und Atemwege reizen. Für Anwohner geht es deshalb nicht ums Bekämpfen, sondern um drei Dinge: erkennen, melden, richtig verhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nester niemals selbst entfernen. Absaugen, Abflammen, Abspritzen oder Abschlagen wirbelt die Brennhaare massiv auf und gefährdet die ganze Nachbarschaft stärker als der unberührte Befall.
  • Gefährlich ist das Haar, nicht das Tier. Die Raupen beißen und stechen nicht. Das Gift Thaumetopoein sitzt in winzigen Widerhakenhaaren, die der Wind über hundert Meter weit trägt.
  • Kritisch ist Mai bis Juli. Brennhaare bilden die Raupen erst ab dem dritten Larvenstadium, meist ab Anfang Mai. Vorher sind sie unbedenklich.
  • Alte Nester sind kein Souvenir. Auch wenn im Herbst längst kein Tier mehr darin sitzt, bleiben die Haare in Gespinst, Rindenritzen und Boden über Jahre wirksam.
  • Zuständig ist der Flächeneigentümer. Auf öffentlichem Grund die Kommune mit Grünflächenamt oder Bauhof, im eigenen Garten Sie selbst — dort über einen Fachbetrieb mit Schutzausrüstung.
  • Nach Kontakt zählen die ersten Minuten. Kleidung wechseln und bei 60 Grad waschen, duschen samt Haarwäsche, nicht kratzen, Augen mit klarem Wasser spülen.

Eichenprozessionsspinner sicher erkennen

Die Raupen werden bis zu fünf Zentimeter lang, sind grau bis bläulich mit dunklem Rückenstreifen und dicht mit langen weißen Haaren besetzt. Tagsüber sitzen sie gedrängt in einem filzigen, weißgrauen Gespinstnest an Stamm oder Astgabel, faustgroß bis über einen Meter lang. Nachts ziehen sie in der namensgebenden Prozession zum Fraß in die Krone. Befallen werden fast nur Eichen, bevorzugt freistehende, sonnige Bäume an Wegen, Waldrändern und Spielplätzen.

Der häufigste Fehlalarm gilt den Gespinstmotten (Yponomeuta). Sie überziehen Pfaffenhütchen, Traubenkirsche oder Obstbäume mit silbrigen Schleiern, die manchmal ganze Sträucher einhüllen. Das sieht dramatisch aus, ist aber ungefährlich: Ihre gelblichen, schwarz gepunkteten Raupen haben keine Brennhaare.

Merkmal Eichenprozessionsspinner Gespinstmotte Goldafter
Wirtsgehölz fast nur Eiche Pfaffenhütchen, Traubenkirsche, Obstbäume Weißdorn, Schlehe, Obst, Eiche
Gespinst filziger Sack an Stamm oder Astgabel weiter, silbriger Schleier über ganzen Sträuchern festes Winternest an Zweigspitzen
Raupe grau-blau, dunkler Rückenstreifen, lange weiße Haare gelblich, schwarz gepunktet, unbehaart graubraun, rote Punktreihen, rotbraune Haarbüschel
Brennhaare ja, ab dem dritten Stadium nein ja
Hauptzeit Mai bis Juli Mai bis Juni März bis Juni
Risiko für Menschen hoch keines hoch

Nähern Sie sich einem verdächtigen Gespinst nicht, um es genauer zu betrachten; nutzen Sie Fernglas oder den Zoom des Telefons. Steckbriefe mit Fotos finden Sie beim Eichenprozessionsspinner und beim Goldafter, der zweiten großen Brennhaarraupe hierzulande. Wer dagegen eine kahl gefressene Hecke im Garten vor sich hat, hat es meist mit dem Buchsbaumzünsler zu tun, der für die Haut völlig unbedenklich ist. Bleiben Zweifel, hilft die Bestimmungshilfe weiter.

Wann die Gefahr beginnt — und wann sie nicht endet

Die Räupchen schlüpfen im März oder April zum Blattaustrieb der Eiche und durchlaufen fünf bis sechs Stadien. In den ersten beiden sind sie harmlos, und genau in dieses schmale Zeitfenster fällt die einzige Möglichkeit einer vorbeugenden Behandlung. Ab dem dritten Stadium, meist ab Anfang Mai, bildet jede Raupe mehrere hunderttausend Brennhaare aus. Von da an bis in den Juli ist die Belastung am höchsten, denn bei jeder Häutung bleibt ein Vielfaches an Haaren zurück. Ab Juni verpuppen sich die Tiere, von Juli bis September fliegen die Falter.

Damit ist das Problem aber nicht erledigt. Im Nest bleiben Häutungsreste, Kotpillen und lose Haare zurück, und die Nester hängen oft bis ins nächste Frühjahr am Stamm. Ein braun gewordenes Nest im November ist genauso gefährlich wie ein frisches im Juni. Wann welche Art aktiv wird, zeigt der Saisonkalender.

Warum die Brennhaare so hartnäckig sind

Jede Raupe trägt rund 600.000 Haare von 0,1 bis 0,2 Millimeter Länge. Sie sind mit Widerhaken besetzt, brechen bei der geringsten Berührung ab und enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein. Ein direkter Kontakt mit einer Raupe ist für Beschwerden deshalb gar nicht nötig — es reicht, in der falschen Windrichtung unter dem Baum zu sitzen.

Typisch für diese Raupendermatitis sind stark juckende, gerötete Quaddeln an Hals, Nacken, Unterarmen und in Beugefalten, die ein bis zwei Wochen anhalten können. Dazu kommen tränende Augen und Bindehautentzündungen, Halskratzen, Reizhusten und bei Vorerkrankungen asthmatische Beschwerden. Selten, aber möglich sind allergische Schockreaktionen mit Atemnot und Kreislaufproblemen. Weil die Widerhaken die Haare in der Haut verankern, macht Kratzen alles schlimmer.

Was jetzt zu tun ist

Befall auf öffentlichen Flächen: melden statt handeln

  1. Den Bereich sofort verlassen und andere warnen, besonders Kinder und Hundehalter.
  2. Den Standort genau notieren: Straße und Hausnummer, Wegname oder Koordinaten aus der Karten-App. Ein Foto aus sicherer Entfernung hilft der Behörde bei der Einschätzung.
  3. Die Meldung an die richtige Stelle richten. Bei Bäumen an Straßen, in Parks sowie auf Schulhöfen, Spielplätzen und Friedhöfen ist das Grünflächenamt, der Bauhof oder das Ordnungsamt Ihrer Gemeinde zuständig, oft über einen Mängelmelder auf der städtischen Internetseite. Außerhalb der Ortslage ist es an Landes- und Bundesstraßen die Straßenmeisterei, im Wald das Forstamt, an Bahnstrecken die Deutsche Bahn.
  4. Die Feuerwehr rückt nur bei akuter Gefahr aus, etwa wenn ein Nest über dem einzigen Eingang einer Kita hängt. Der Regelweg führt über die Verwaltung.
  5. Absperrungen und Warnschilder ernst nehmen, auch wenn nichts zu sehen ist. Sie stehen dort, weil Haare in Luft und Boden sind.

Befall auf dem eigenen Grundstück

Steht die befallene Eiche auf Ihrem Grund, sind Sie verantwortlich, für die Beseitigung ebenso wie für Schäden Dritter. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb und lassen Sie sich vorab bestätigen, dass er mit Vollschutzanzug, Atemschutz und Industriesauger mit Feinstaubfilter arbeitet. Bis zum Termin sperren Sie den Bereich ab, halten Kinder und Haustiere fern und verzichten unter dem Baum auf Rasenmähen und Heckenschnitt. Als Mieter melden Sie den Befall schriftlich dem Vermieter, denn die Beseitigung ist dessen Aufgabe. Woran Sie einen seriösen Betrieb erkennen, steht unter professionelle Methoden der Schädlingsbekämpfung.

Was Sie auf keinen Fall tun

  • Nicht absaugen, keinen Laubbläser einsetzen. Ein Haushaltsstaubsauger bläst die Haare durch den Filter zurück in die Atemluft, ein Laubbläser wirbelt sie flächig auf, auch noch beim Laubräumen im Herbst.
  • Nicht abflammen. Der Aufwind verteilt die Haare großflächig, dazu kommt Brandgefahr an trockener Rinde. In vielen Kommunen ist offenes Feuer im Garten ohnehin untersagt.
  • Nicht abspritzen. Gartenschlauch und erst recht Hochdruckreiniger zerlegen das Nest und schleudern Haare in die Umgebung, auch in Ihr Gesicht.
  • Nicht abschlagen, abschneiden oder abkehren. Auch nicht mit Handschuhen und Mundschutz: Übliche Arbeitskleidung hält die Haare nicht ab.
  • Keine Insektensprays aus dem Baumarkt in die Krone sprühen. Sie erreichen die Tiere im Nest nicht, töten Nützlinge und lösen dieselbe Aufwirbelung aus.
  • Nester nicht in Hausmüll oder Kompost geben. Entsorgt wird über den Fachbetrieb.

Erste Hilfe nach Kontakt

  1. Den Bereich verlassen, sich nicht abklopfen und die Kleidung nicht ausschütteln.
  2. Kleidung im Freien oder an der Haustür ausziehen, in einen Beutel geben und getrennt bei 60 Grad waschen.
  3. Haare, die sichtbar auf der Haut liegen, mit einem Streifen Klebeband abheben statt abwischen.
  4. Gründlich duschen und dabei die Haare mitwaschen. Danach abtupfen statt rubbeln.
  5. Kontaktlinsen zuerst herausnehmen und entsorgen, dann die Augen mit reichlich klarem Wasser spülen.
  6. Betroffene Haut kühlen und keinesfalls kratzen. Juckreizstillende Gele und Antihistaminika aus der Apotheke können den Juckreiz lindern; bei starker Entzündung verordnet der Arzt eine kortisonhaltige Creme.

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Gehen Sie zum Arzt, wenn die Augen beteiligt sind, Lider oder Gesicht anschwellen, der Ausschlag großflächig ist oder länger als eine Woche unverändert bleibt oder wenn eine Allergie oder Asthma bekannt ist. Bei Atemnot, Engegefühl im Hals, Schwindel oder Kreislaufproblemen ist es ein Notfall: 112 wählen. Erwähnen Sie den Raupenkontakt ausdrücklich, sonst wird die Raupendermatitis leicht mit Nesselsucht verwechselt.

Kinder und Hunde

Kinder sind doppelt gefährdet: Sie spielen in Bodennähe, wo sich die Haare sammeln, und fassen Nester aus Neugier an. Erklären Sie den Zusammenhang altersgerecht und decken Sie Sandkästen und Planschbecken in Befallsnähe ab. Hunde nehmen Raupen mit Nase und Zunge auf, was zu Schwellungen an Lefzen und Zunge und in schweren Fällen zu Gewebeschäden führt: kurze Leine, bei Verdacht das Maul mit Wasser ausspülen und umgehend zum Tierarzt. Lange Kleidung auf Waldwegen schützt übrigens gleich doppelt, nämlich auch vor Zecken.

Verhalten im Alltag, solange der Befall besteht

  • Befallene Bereiche weiträumig umgehen, auch dann, wenn keine Raupen zu sehen sind.
  • Kein Picknick, kein Sport und keine Gartenarbeit unter oder neben betroffenen Eichen.
  • Wäsche nicht im Freien trocknen, solange in der Nachbarschaft Nester hängen.
  • Fenster auf der Baumseite geschlossen halten. Gegen die feinen Haare helfen Insektengitter nicht.
  • Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten gründlich waschen, Blattsalate mehrfach.
  • Gartenmöbel und Spielgeräte feucht abwischen statt trocken abkehren.

Rechtliches: Zuständigkeit, Haftung und Behandlung

Der Eichenprozessionsspinner gehört nicht zu den besonders geschützten Arten im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 13 Bundesnaturschutzgesetz; die Zugriffsverbote des § 44 BNatSchG greifen für ihn also nicht. Die Bekämpfung ist also zulässig, anders als bei Hornissen oder Wildbienen. Der Baum selbst kann jedoch unter eine kommunale Baumschutzsatzung fallen: Fällen oder starker Rückschnitt braucht dann eine Genehmigung, die reine Nestentfernung nicht.

Als Grundstückseigentümer trifft Sie die Verkehrssicherungspflicht. Wissen Sie von einem Nest an einem Baum, der an Gehweg, Spielplatz oder Nachbargrundstück grenzt, sollten Sie handeln: Die Gerichte beurteilen uneinheitlich, wie weit die Verkehrssicherungspflicht bei wildlebenden Raupen reicht, ein Haftungsrisiko für Gesundheitsschäden Dritter bleibt aber bestehen. Umgekehrt nehmen Sie die Kommune in die Pflicht, wenn der Befall von einem Straßen- oder Parkbaum ausgeht. Einen Anspruch auf Behandlung binnen einer festen Frist gibt es allerdings nicht: Die Verwaltungen arbeiten Prioritätenlisten ab und behandeln Kitas, Schulen und Spielplätze zuerst.

Für die berufliche Anwendung von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln ist zudem ein Sachkundenachweis erforderlich. Gegen den Eichenprozessionsspinner ist ohnehin nur ein Präparat auf Basis von Bacillus thuringiensis zugelassen, dessen Ausbringung in der Krone geschulten Fachleuten vorbehalten bleibt. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Vorbeugen im eigenen Garten

  • Früh kontrollieren. Gehen Sie eigene Eichen von April an alle ein bis zwei Wochen mit dem Fernglas ab. Je kleiner die Raupen, desto einfacher und günstiger die Entfernung.
  • Das Zeitfenster nutzen. Präparate auf Basis von Bacillus thuringiensis wirken nur gegen junge, fressende Raupen im April und Mai, also vor der Brennhaarbildung. Später bringen sie nichts, und die Ausbringung bleibt Fachfirmen vorbehalten.
  • Nützlinge fördern. Meisen, Kuckuck und Pirol fressen behaarte Raupen, der Puppenräuber ist ein spezialisierter Laufkäfer. Nistkästen, Hecken und Totholz helfen, lösen eine laufende Massenvermehrung aber nicht auf.
  • Alte Nester im Winter entfernen lassen. Wer Reste hängen lässt, hat im Folgejahr eine Dauerquelle für Brennhaare in Bodennähe.
  • Was nicht hilft: Ultraschallgeräte, Duftmittel, Leimringe am Stamm und Nestattrappen. Pheromonfallen fangen nur die männlichen Falter und liefern Behörden Prognosedaten, sie senken den Befall am Einzelbaum aber nicht.

Kosten und wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Für die Nestentfernung am eigenen Baum rechnen Sie je nach Höhe und Zugänglichkeit mit 100 bis 400 Euro pro Baum. Ist eine Hubarbeitsbühne nötig, kommen meist 300 bis 600 Euro Gerätekosten hinzu, größere Bestände werden nach Stunden abgerechnet.

Beim Eichenprozessionsspinner ist der Fachbetrieb nicht die letzte Stufe nach gescheiterten Eigenversuchen, sondern von Anfang an der einzige richtige Weg. Lassen Sie sich einen Festpreis inklusive Anfahrt und Entsorgung nennen und fragen Sie nach Schutzausrüstung, Absaugtechnik und Haftpflichtversicherung. Betriebe, die am Telefon zur sofortigen Unterschrift drängen, sollten Sie meiden.

Häufige Fragen

Wie lange bleiben die Brennhaare gefährlich?

Über Jahre. Die Haare zerfallen kaum und sammeln sich in alten Nestern, in Rindenritzen, im Bodenbewuchs und in der Laubschicht. Ein braunes, längst verlassenes Nest ist deshalb genauso gefährlich wie ein frisches im Juni. Erst die fachgerechte Entfernung und Entsorgung beendet die Belastung an dieser Stelle.

Darf ich ein Nest an meinem eigenen Baum selbst entfernen?

Rechtlich ist der Eichenprozessionsspinner nicht geschützt, verboten ist die Entfernung also nicht. Praktisch sollten Sie es trotzdem niemals tun: Jeder Handgriff wirbelt Brennhaare auf, gewöhnliche Kleidung und Baumarktmasken schützen nicht, und die Belastung trifft auch Nachbarn und Passanten. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb mit Vollschutz und Industriesauger.

An wen melde ich einen Befall auf öffentlichem Grund?

An das Grünflächenamt, den Bauhof oder das Ordnungsamt Ihrer Gemeinde, viele Städte haben dafür ein Onlineformular oder einen Mängelmelder. Bei Bäumen an Landes- und Bundesstraßen ist die Straßenmeisterei zuständig, im Wald das Forstamt, an Bahnstrecken die Deutsche Bahn. Geben Sie den Standort so genau wie möglich an.

Was hilft gegen den Juckreiz nach dem Kontakt?

Zuerst Kleidung wechseln und bei 60 Grad waschen, dann duschen samt Haarwäsche und die Haut abtupfen statt reiben. Anschließend kühlen und keinesfalls kratzen, weil die Widerhaken sonst tiefer eindringen. Juckreizstillende Gele und Antihistaminika aus der Apotheke lindern; bei Augenbeteiligung oder Gesichtsschwellung gehören Sie zum Arzt, bei Atemnot, Engegefühl im Hals oder Kreislaufproblemen wählen Sie sofort den Notruf 112.

Wie unterscheide ich den Befall von der harmlosen Gespinstmotte?

Achten Sie auf Baumart und Gespinstform. Gespinstmotten hüllen Pfaffenhütchen, Traubenkirsche oder Obstbäume in weite, silbrige Schleier, ihre Raupen sind gelblich mit schwarzen Punkten und unbehaart. Der Eichenprozessionsspinner sitzt fast nur an Eichen, baut dichte filzige Säcke an Stamm und Astgabeln, und seine Raupen sind lang weiß behaart.

Sind die Raupen auch für Hunde gefährlich?

Ja, und oft schwerer als für Menschen, weil Hunde mit Nase und Zunge an die Raupen gehen. Typisch sind starke Schwellungen an Lefzen und Zunge, Speicheln und in schweren Fällen Gewebeschäden. Führen Sie Hunde in Befallsgebieten an der kurzen Leine, spülen Sie bei Verdacht das Maul mit Wasser aus und fahren Sie sofort zum Tierarzt.